{"id":8601,"date":"2020-06-20T02:17:47","date_gmt":"2020-06-20T07:17:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ask-a-muslim.com\/?p=8601"},"modified":"2020-07-05T02:36:34","modified_gmt":"2020-07-05T07:36:34","slug":"aminah-assilmi-ex-christin-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ask-a-muslim.com\/de\/aminah-assilmi-ex-christin-usa\/","title":{"rendered":"Aminah Assilmi, Ex-Christin, USA"},"content":{"rendered":"<h3><strong>(teil 1 von 4)<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich absolvierte ein Wiederholungsjahr, als ich meine erste Bekanntschaft mit Muslimen machte. Es war das erste Jahr, in dem wir die Vor-Registrierung mit dem Computer vornehmen konnten. Ich registrierte mich und ging nach Oklahoma, um mich um Familienangelegenheiten zu k\u00fcmmern. Die Angelegenheiten dauerten l\u00e4nger, als erwartet, also kam ich zwei Wochen nach Semesterbeginn zur\u00fcck (zu sp\u00e4t, um einen Kurs zu verpassen).<\/p>\n<p>Ich machte mir keine Sorgen darum, wie ich das Vers\u00e4umte aufholen sollte. Ich war ohnehin Klassenbeste in meinem Bereich. Sogar als Studentin gewann ich Preise im Vergleich mit Profis.<\/p>\n<p>Jetzt musst du verstehen, w\u00e4hrend ich das College besuchte und ausgezeichnet abschloss, mein eigenes Gesch\u00e4ft betrieb und zahlreiche enge Freunde besa\u00df, war ich doch \u00fcberaus sch\u00fcchtern. Meine Mitschriften brachten mich dazu, immer ernsthaft schweigend zuzuh\u00f6ren. Ich lernte nur sehr langsam andere Menschen kennen und sprach nur selten mit jemandem, au\u00dfer wenn ich dazu gezwungen war oder ihn bereits kannte. Die Kurse, die ich besuchte, drehten sich um Verwaltung und St\u00e4dtebau, einschlie\u00dflich der kindergerechten Gestaltung. Kinder waren die einzigen Menschen, mit denen ich mich jemals wohlf\u00fchlte.<\/p>\n<p>Also zur\u00fcck zur Geschichte. Der Computerausdruck hatte eine gro\u00dfe \u00dcberraschung f\u00fcr mich. Ich war f\u00fcr eine Theaterklasse registriert\u2026 eine Klasse, in der von mir verlangt w\u00fcrde, vor richtigen lebendigen Menschen aufzutreten. Ich war entsetzt! Ich war nicht einmal in der Lage, in der Klasse eine Frage zu stellen, wie w\u00fcrde ich vor Publikum auf die B\u00fchne hinausgehen? Mein Ehemann war wie \u00fcblich sehr ruhig und einf\u00fchlsam. Er machte den Vorschlag, dass ich mit dem Lehrer reden, das Problem erkl\u00e4ren und die Sache so arrangieren sollte, dass ich die Leinwand malen oder die Kost\u00fcme n\u00e4hen k\u00f6nnte. Der Lehrer war damit einverstanden. Und so ging ich am folgenden Dienstag in den Kurs.<br \/>\nAls ich den Klassenraum betrat, bekam ich meinen zweiten Schock. Die Klasse war voller \u00b4Araber\u00b4 und \u00b4Kameljockeys\u00b4. Nun, ich hatte sie noch nie zuvor gesehen, aber ich hatte von ihnen geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Es gab keinen Ausweg, ich w\u00fcrde in einem Raum voller schmutziger Heiden sitzen m\u00fcssen! Au\u00dferdem kann man sich bei solchen Leuten manche schreckliche Krankheit einfangen. Jeder wei\u00df, dass sie schmutzig sind, und trauen kann man ihnen auch nicht. Ich schlo\u00df die T\u00fcr und ging nach Hause. (Du mu\u00dft wissen, dass ich mit Lederhotpants und Haltertop bekleidet war und ein Glas Wein in der Hand hatte&#8230; aber sie waren meiner Ansicht nach die Schlimmen.)<br \/>\nAls ich meinem Ehemann von den Arabern in meiner Klasse erz\u00e4hlte, und dass ich auf keinen Fall zur\u00fcck wollte, antwortete er auf seine gewohnte ruhige Art. Er erinnerte mich daran, dass ich immer behauptete, dass Gott f\u00fcr alles einen Grund hat und vielleicht sollte ich noch einmal dar\u00fcber nachdenken, bevor eine endg\u00fcltige Entscheidung traf. Er erinnerte mich auch daran, dass ich einen &#8222;Scholar\u00b4s Award&#8220; hatte, der mein Schulgeld bezahlte, und wenn ich den behalten wollte, musste ich mein G.P.A. beibehalten. Drei Fehlstunden w\u00fcrden meine Aussichten zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>An den n\u00e4chsten beiden Tagen betete ich um Rechtleitung. Am Donnerstag ging ich in die Klasse zur\u00fcck und war fest davon \u00fcberzeugt, dass Gott mich hierher geschickt hatte, um diese armen unwissenden Heiden vor dem Feuer der H\u00f6lle zu retten.<\/p>\n<p>Ich fing damit an, ihnen zu erz\u00e4hlen, wie sie f\u00fcr alle Ewigkeit im H\u00f6llenfeuer brennen w\u00fcrden, wenn sie Jesus nicht als ihren pers\u00f6nlichen Erl\u00f6ser annehmen w\u00fcrden. Sie waren sehr freundlich, aber konvertierten nicht. Dann erl\u00e4uterte ich ihnen, wie sehr Jesus sie liebte und dass er am Kreuz gestorben war, um ihre S\u00fcnden von ihnen zu nehmen. Alles, was sie zu tun hatten, war ihn in ihren Herzen anzunehmen. Sie waren sehr freundlich, aber sie konvertierten noch immer nicht. Daher beschloss ich, ihr Buch zu lesen, um ihnen zu zeigen, das der Islam eine falsche Religon und Muhammad ein falscher Gott ist.<\/p>\n<p>Einer der Studenten gab mir eine \u00dcbersetzung des Qur\u00b4an und ein anderes Buch \u00fcber den Islam und ich begann meine Nachforschungen. Ich war mir sicher, dass ich den Beweis, den ich suchte, ziemlich schnell finden w\u00fcrde. Also las ich den Qur\u00b4an und das andere Buch. Dann las ich 15 B\u00e4nde Sahih Muslim und kam wieder auf den Qur\u00b4an zur\u00fcck. Ich war fest entschlossen, sie zum Konvertieren zu bringen! Meine Studien dauerten die n\u00e4chsten eineinhalb Jahre.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dieser Zeit begannen die Probleme mit meinem Ehemann. Ich ver\u00e4nderte mich, nur ein wenig, aber immerhin genug um ihn aus der Fassung zu bringen. Wir waren gew\u00f6hnlich jeden Freitag und Samstag in die Bar oder auf eine Party gegangen, und ich wollte nicht mehr mitgehen. Ich war ruhiger und distanzierter als sonst. Er war sich sicher, dass ich eine Aff\u00e4re h\u00e4tte und warf mich raus. Ich zog mit meinen Kindern in eine Wohnung und bem\u00fchte mich weiter, die Muslime vom Christentum zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Dann klopfte es eines Tages an meiner T\u00fcr. Ich \u00f6ffnete und sah einen Mann in einem langen wei\u00dfen Nachthemd mit einer rot-wei\u00df-gemusterten Tischdecke auf seinem Kopf. Er wurde von drei M\u00e4nnern in Pyjamas begleitet. (Es war in der Tat das erste Mal, dass ich ihre kulturelle Bekleidung sah.) Nun, ich war mehr als nur ein wenig beleidigt dar\u00fcber, dass die M\u00e4nner in Nachtw\u00e4sche an meiner T\u00fcr standen. Was dachten sie, was f\u00fcr eine Sorte Frau ich war? Kannten sie keinen Anstand, keine W\u00fcrde? Stell dir meinen Schock vor, als der mit der Tischdecke sagte, er habe verstanden, ich wollte Muslim warden! Ich unterrichtete ihn schnell davon, dass ich gar nicht Muslim sein wollte. Ich war Christin. Allerdings hatte ich ein paar Fragen. Wenn er Zeit hat\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\n<strong>(teil 2 von 4)<\/strong><\/h3>\n<p>Sein Name war Abdulaziz Alshaikh, und er nahm sich die Zeit. Er war sehr geduldig und diskutierte jede Frage mit mir. Er gab mir nie das Gef\u00fchl, dumm zu sein oder t\u00f6richte Fragen zu stellen. Er fragte mich, ob ich daran glaube, dass es nur einen einzigen Gott gibt und ich sagte ja. Dann fragte er, ob ich glaube, dass Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, Sein Gesandter war. Und wieder sagte ich ja. Er sagte mir, dann sei ich bereits Muslim!<\/p>\n<p>Ich argumentierte, ich sei Christin, ich wollte lediglich versuchen, den Islam besser zu verstehen. (Bei mir dachte ich, ich k\u00f6nnte kein Muslim sein! Ich war Amerikanerin und wei\u00df! Was w\u00fcrde mein Ehemann sagen? Wenn ich Muslima w\u00fcrde, w\u00fcrde ich mich von meinem Ehemann scheiden lassen m\u00fcssen. Meine Familie w\u00fcrde sterben!)<\/p>\n<p>Wir sprachen weiter. Sp\u00e4ter erkl\u00e4rte er mir, dass das Erlangen von Wissen und das Verst\u00e4ndnis von Spiritualit\u00e4t ein bisschen wie das Erklimmen einer Leiter sei. Wenn du auf eine Leiter kletterst, und versuchst ein paar Sprossen auf einmal zu nehmen, dann l\u00e4ufst du in Gefahr, herunterzufallen. Die Schahada war nur die erste Stufe der Leiter. Wir mussten noch ein bisschen weiter reden.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter am Nachmittag des 21. Mai 1977 am \u00b4Asr sprach ich die Schahada. Allerdings gab es noch immer offene Fragen und es war meine Art, vollkommen ehrlich zu sein, also machte ich einen Zusatz. Ich sagte: &#8222;Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt au\u00dfer Gott und Muhammad ist Sein Gesandter; aber ich werde niemals mein Haar bedecken und wenn mein Ehemann eine andere Frau nimmt, werde ich ihn kastrieren.&#8220;<\/p>\n<p>Ich h\u00f6rte, wie die anderen M\u00e4nner im Raum Luft schnappten, aber Abdulaziz lies sie verstummen. Sp\u00e4ter erfuhr ich, dass er den Br\u00fcdern riet, diese beiden Themen niemals mit mir zu diskutieren. Er war sich sicher, dass ich das von selbst verstehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Schahada war eine solider Standpunkt auf der Leiter zum spirituellen Wissen und der N\u00e4he Gottes. Aber es war ein langsames Klettern. Abdulaziz kam mich weiter besuchen und beantwortete meine Fragen. M\u00f6ge Gott ihn f\u00fcr seine Geduld und Toleranz belohnen. Er ermahnte mich nie oder zeigte mir, dass eine Frage dumm oder l\u00e4cherlich war. Er behandelte jede Frage mit W\u00fcrde und sagte mir, die einzige dumme Frage, die ich stellen koennte, war eine, die nie gestellt w\u00fcrde. Hmmm\u2026 das hat meine Grossmutter auch immer gesagt.<\/p>\n<p>Er erkl\u00e4rte, dass Gott uns befohlen hat, nach Wissen zu streben, und fragen ist ein Mittel, Wissen zu erhalten. Wenn er etwas erkl\u00e4rte, war das, wie wenn man eine Rose beim Erbl\u00fchen zusieht \u2013 Bl\u00fctenblatt f\u00fcr Bl\u00fctenblatt, bis sie ihre volle Sch\u00f6nheit erreicht hat. Wenn ich ihm sagte, ich stimme in irgendeiner Sache nicht zu und warum, dann sagte er immer, ich h\u00e4tte bis zu einem gewissen Punkt recht. Dann zeigte er mir, wie man die Angelegenheit aus verschiedenen Gesichtspunkten tiefer betrachtet, um ein umfassenderes Verst\u00e4ndnis zu erzielen. Alhamdulillah [Alles Lob geb\u00fchrt Allah]!<\/p>\n<p>Mit den Jahren hatte ich viele Lehrer. Jeder hatte etwas Besonderes, jeder war anders. Ich bin f\u00fcr jeden einezelnen von ihnen und dasWissen, das sie mir vermittelten, dankbar. Jeder Lehrer half mir zu wachsen und den Islam mehr zu lieben. Als sich mein Wissen vermehrte, wurden die Ver\u00e4nderungen an mir immer offensichtlicher. Binnen einen Jahres trug ich Hijab. Ich wei\u00df nicht mehr genau, wann ich damit begonnen habe. Es kam ganz von selbst mit dem Wissen und dem Verst\u00e4ndnis. Mit der Zeit bef\u00fcrwortete ich sogar die Polygamie. Ich wusste, wenn Gott es erlaubt hatte, dann musste es darin etwas Gutes geben.<\/p>\n<p>\u201cPreise den Namen deines Allerh\u00f6chsten Herrn, Der erschaffen und geformt hat, Der bestimmt und leitet, Der die Weide hervorbringtund sie zu versengter Spreu macht. Wir werden dir (den Qur\u00b4an) verlesen lassen, und du sollst (ihn) nicht vergessen, es sei denn, was Gott will; denn Er kennt das Offenkundige und das Verborgene. Und Wir werden es dir zum Heil leicht machen.\u201d (Quran 87:1-8)<\/p>\n<p>Als ich zuerst anfing, den Islam zu studieren, hatte ich nicht erwartet, irgendetwas zu finden, das ich brauchen konnte oder mir f\u00fcr mein eigenes Leben w\u00fcnschte. Ich h\u00e4tte mir nicht vorstellen k\u00f6nnen, dass der Islam mein Leben ver\u00e4ndern w\u00fcrde. Kein Mensch h\u00e4tte mich jemals davon \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, dass ich durch den Islam letztendlich Frieden finden und vor Liebe und Freude \u00fcberflie\u00dfen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Dieses Buch handelte von DEM EINEN GOTT; DEN SCH\u00d6PFER DES UNIVERSUMS. Es beschrieb die wundersch\u00f6ne Art und Weise, wie Er diese Welt eingerichtet hat. Der wunderbare Qur\u00b4an enth\u00e4lt Antworten auf alle Fragen. Gott ist der Liebende! Gott ist die Quelle des Friedens! Gott ist der Besch\u00fctzer! Gott ist der Vergebende! Gott ist der Versorgende! Gott ist der Erhaltende! Gott ist der Gro\u00dfz\u00fcgige! Gott ist der Verantwortliche! Gott ist der Sch\u00fctzende Freund! Gott ist der Ausdehnende!<\/p>\n<p>\u201cHaben Wir dir nicht deine Brust geweitet und dir deine Last abgenommen, die so schwer auf deinem R\u00fccken lastete und deinen Namen erh\u00f6ht? Also, wahrlich, mit der Drangsal geht Erleichterung einher; wahrlich, mit der Drangsal geht Erleichterung (einher).\u201d (Quran 94:1-6)<\/p>\n<p>Der Qur\u00b4an erw\u00e4hnt alle Angelegenheiten der Existenz und zeigt einen deutlichen Weg zum Erfolg. Es war wie eine Landkarte zur Vergebung, eine Gebrauchsanleitung f\u00fcr das Leben!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\n<strong>(teil 3 von 4)<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>\n<strong>Wie der Islam mein Leben ver\u00e4nderte<\/strong><\/h4>\n<p>\u201cWieviel mehr lieben wir das Licht &#8230; wenn wir einst in Dunkelheit gelebt haben.\u201d<\/p>\n<p>Als ich zuerst den Islam angenommen habe, dachte ich nicht wirklich, dass dies mein Leben sehr viel beeintr\u00e4chtigen w\u00fcrde. Der Islam beeintr\u00e4chtigte mein Leben nicht nur; er ver\u00e4nderte es total.<\/p>\n<p>Familienleben: Mein Ehemann und ich liebten uns sehr. Diese Liebe f\u00fcr einander existiert noch immer. Bereits als ich begann, den Islam zu studieren, begannen wir, Schwierigkeiten zu bekommen. Er bemerkte, dass ich mich ver\u00e4nderte und verstand nicht warum. Ich verstand es auch nicht. Mehr noch, es war mir nicht einmal bewusst, dass ich mich ver\u00e4nderte. Er entschied, das einzige, das mich so ver\u00e4ndern konnte, m\u00fcsse ein anderer Mann sein. Ich konnte ihm nicht verst\u00e4ndlich machen, was mich ver\u00e4nderte, denn ich wusste es selber nicht.<\/p>\n<p>Nachdem ich mir bewusst war, dass ich nun Muslima war, wurde es auch nicht gerade besser. Und \u00fcberhaupt\u2026 der einzige Grund f\u00fcr eine Frau so etwas Grunds\u00e4tzliches wie ihre Religion zu ver\u00e4ndern, konnte nur ein anderer Mann sein. Er konnte zwar keinen Beweis f\u00fcr diesen anderen Mann finden \u2026 aber es musste ihn geben. Es endete in einer sehr scheu\u00dflichen Scheidung. Das Gericht entschied, dass die ungew\u00f6hnliche Religion sich hemmend auf die Entwicklung meiner Kinder auswirken w\u00fcrde. Also wurden sie meiner F\u00fcrsorge entzogen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Scheidung gab es eine Zeit, in der mir gesagt wurde, ich k\u00f6nnte eine Wahl treffen: ich k\u00f6nnte diese Religion aufgeben und mit meinen Kindern gehen oder meine Kinder aufgeben und mit meiner Religion gehen. Ich war geschockt. F\u00fcr mich gab es keine Wahl. Wenn ich meinen Islam widerrufen w\u00fcrde\u2026 w\u00fcrde ich meinen Kindern beibringen, betr\u00fcgerisch zu sein, denn ich konnte nicht leugnen, was in meinem Herzen war. Ich konnte Gott nicht leugnen, damals nicht und auch sonst nicht. Ich betete, wie ich noch nie zuvor gebetet hatte. Nachdem die drei\u00dfig Minuten vorbei waren, wusste ich, dass meine Kinder nirgendwo sicherer aufgehoben waren, als in den H\u00e4nden Gottes. Wenn ich Ihn leugnete, wird mir auch in Zukunft keine M\u00f6glichkeit mehr bleiben, meinen Kindern die Wunder von der N\u00e4he Gottes zu zeigen. Dem Gericht wurde gesagt, ich lasse meine Kinder in Gottes H\u00e4nden. Dies war keine Ablehnung meiner Kinder!<\/p>\n<p>Ich verlie\u00df das Gericht in dem Wissen, dass das Leben ohne meine Babies sehr schwer werden w\u00fcrde. Mein Herz blutete, auch wenn ich innerlich wusste, dass ich richtig gehandelt hatte. In Ajat-ul-Kursi fand ich Trost.<\/p>\n<p>\u201cGott! Kein Gott ist da au\u00dfer Ihm, dem Ewiglebenden, dem Einzigerhaltenden. Ihn ergreift weder Schlummer noch Schlaf. Ihm geh\u00f6rt, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es, der bei Ihm F\u00fcrsprache einlegen k\u00f6nnte au\u00dfer mit Seiner Erlaubnis? Er wei\u00df, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt; aber sie begreifen nicht von Seinem Wissen, es sei denn das, was Er will. Weit reicht Sein Thron \u00fcber die Himmel und die Erde, und es f\u00e4llt Ihm nicht schwer, sie (beide) zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene.\u201d (Quran 2:255)<\/p>\n<p>Dies veranlasste mich auch, die Eigenschaften Gottes zu erforschen und lies mich die Sch\u00f6nheit jeder einzelnen entdecken.<\/p>\n<p>Die Trennung von meinen Kindern und die Scheidung waren nicht die einzigen Probleme, mit denen ich zu k\u00e4mpfen hatte. Der Rest meiner Familie akzeptierte meine Wahl auch nicht. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Familie wollte nichts mehr mit mir zu tun haben. Meine Mutter vertrat die feste Ansicht, ich w\u00e4re in einer Phase, und das w\u00fcrde wieder vorbeigehen. Meine Schwester, die &#8222;Psycho-Expertin&#8220; war sich sicher, dass ich ganz einfach meinen Verstand verloren habe und in eine Anstalt eingewiesen werden sollte. Mein Vater dachte, ich sollte besser get\u00f6tet werden, bevor ich mich noch tiefer in die H\u00f6lle dirigiere. Pl\u00f6tzlich stand ich ohne Ehemann und ohne Familie da. Was w\u00fcrde als N\u00e4chstes passieren?<\/p>\n<p>Freunde: Die meisten meiner Freunde wendeten sich w\u00e4hrend dieses ersten Jahres von mir ab. Es machte keinen Spass mehr mit mir. Ich wollte nicht mehr zu irgendwelchen Parties oder Bars gehen. Ich hatte kein Interesse daran, mir einen Freund zu suchen. Alles, was ich tat, war dieses &#8218;dumme&#8216; Buch (den Qur\u00b4an) zu lesen und \u00fcber den Islam zu reden. Wie langweilig! Ich hatte immer noch nicht genug Wissen, um ihnen vermitteln zu k\u00f6nnen, warum der Islam so wunderbar ist.<\/p>\n<p>Arbeit: Mein Job war das N\u00e4chste. W\u00e4hrend ich auf meinem Gebiet so ziemlich jeden Preis gewonnen hatte und als ernstzunehmende Trendsetterin und Geldmacherin anerkannt war, bedeutete der Tag an dem ich das Hijab anzog, das Ende meines Jobs. Jetzt war ich ohne Familie, ohne Freunde und ohne Arbeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\n<strong>(teil 4 von 4)<\/strong><\/h3>\n<p>Nach alledem war meine Gro\u00dfmutter der erste Lichtstrahl. Sie stimmte meiner Wahl zu und schloss sich mir an. Was f\u00fcr eine \u00dcberraschung! Ich hatte immer gewusst, dass sie viel Weisheit besa\u00df, aber dies! Sie starb bald darauf. Wenn ich so darueber nachdenke, konnte ich fast eifers\u00fcchtig werden. An dem Tag, als sie die Schahada gesprochen hat, wurden ihre schlechten Taten radiert, w\u00e4hrend ihre guten Taten bewahrt wurden. Sie starb so bald darauf, dass ich wei\u00df, dass ihr &#8218;BUCH&#8216; auf der Seite mit den guten Taten \u00fcbergewichtig ist. Das erf\u00fcllt mich mit so viel Freude!<\/p>\n<p>Als mein Wissen sich vermehrte und ich besser in der Lage war, Fragen zu beantworten, ver\u00e4nderten sich viele Dinge. Aber diese Ver\u00e4nderungen machten aus mir eine Person mit der gr\u00f6\u00dften \u00dcberzeugungskraft. Ein paar Jahre nachdem mein Islam bekannt geworden war, rief mich meine Mutter an und sagte, sie wisse nicht, was diese &#8218;islamische Sache&#8216; sei, aber sie hoffte, ich w\u00fcrde dabei bleiben. Ihr gefiel, was sie f\u00fcr mich ver\u00e4ndert hatte. Noch ein paar weitere Jahre darauf rief sie mich wieder an und fragte, was jemand tun m\u00fcsse, um ein Muslim zu werden. Ich sagte ihr, alles, was jemand tun m\u00fcsse, sei zu wissen, dass es nur EINEN Gott gibt und dass Muhammad Sein Gesandter war. Ihre Antwort war: &#8222;Jeder Dummkopf wei\u00df das. Aber was muss man tun?&#8220; Ich wiederholte dieselbe Information noch einmal. Und sie sagte: &#8222;Nun\u2026 OK. Aber lass es uns deinen Vater noch nicht erz\u00e4hlen.\u201d<\/p>\n<p>Was sie nicht wusste, war, dass ich mit ihm dasselbe Gespr\u00e4ch bereits ein paar Wochen zuvor gef\u00fchrt hatte. Mein richtiger Vater (der mich am liebsten get\u00f6tet gesehen h\u00e4tte) hatte dies fast zwei Monate zuvor getan. Dann erkl\u00e4rte auch meine Schwester, die &#8222;Psycho-Expertin&#8220;, ich sei die &#8218;befreiteste&#8216; Person, die ihr bekannt sei. Von ihr war das das gr\u00f6\u00dfte Kompliment, das sie mir machen konnte.<\/p>\n<p>Anstatt dir zu erz\u00e4hlen, wie jede Person dazu gekommen ist, den Islam anzunehmen, lass mich einfach sagen, dass verschiedene Mitglieder meiner Familie jedes Jahr den Islam finden. Besonders gl\u00fccklich war ich, als mir ein guter Freund, Bruder Qaiser Imam, mitteilte, dass mein ehemaliger Gatte die Schahada gesagt hat. Als ihn Bruder Qaiser fragte aus welchem Grund, antwortete er, weil er mich seit 16 Jahren beobachtete und er wollte, dass seine Tochter bekommt, was ich habe. Er kam und bat mich, ihm alles, was er getan hatte, zu verzeihen. Ich hatte ihm schon lange zuvor verziehen.<\/p>\n<p>Jetzt, als ich dabei war, dies aufzuschreiben, hat mich mein \u00e4ltester Sohn, Whitney, angerufen und mir mitgeteilt, dass auch er Muslim werden m\u00f6chte. Er beabsichtigt, die Schahada bei einer ISNA Kundgebung in ein paar Wochen zu sprechen. Jetzt lernt er, so viel er kann. Gott ist der Allbarmherzige.<\/p>\n<p>Mit den Jahren bin ich f\u00fcr meine Gespr\u00e4che \u00fcber den Islam bekannt geworden und viele Zuh\u00f6rer haben sich entschlossen, Muslime zu werden. Mein innerer Frieden hat sich mit meinem Wissen und meiner Zufriedenheit mit der Weisheit Gottes weiter vemehrt. Ich wei\u00df, dass Gott nicht nur mein Sch\u00f6pfer ist, sondern auch mein bester Freund. Ich wei\u00df, dass Gott immer f\u00fcr mich da ist und mich niemals abweisen wird. Bei jedem Schritt, den ich auf Gott zugehe, kommt Er mir 10 Schritte entgegen. Welch ein wunderbares Wissen.<\/p>\n<p>Wirklich, Gott hat mich gepr\u00fcft, wie Er es versprochen hat, und Er hat mich mehr belohnt als ich es je zu hoffen gewagt h\u00e4tte. Vor ein paar Jahren teilten mir die \u00c4rzte mit, ich habe Krebs. Sie erkl\u00e4rten, es g\u00e4be keine Heilung, da es bereits zu weit fortgeschritten sei und fuhren fort, mich auf meinen Tod vorzubereiten, indem sie erl\u00e4uterten, wie die Krankheit weiter verlaufen wird. Ich h\u00e4tte vielleicht nur noch ein Jahr zu leben. Ich war um meine Kinder besorgt, besonders um meinen J\u00fcngsten. Wer w\u00fcrde f\u00fcr ihn sorgen? Aber ich war nicht deprimiert. Wir alle m\u00fcssen sterben. Ich war zufrieden, dass die Schmerzen, die ich f\u00fchlte, Segnungen enthalten.<\/p>\n<p>Ich erinnerte mich an einen guten Freund, Kariem Al-Misawi, der an Krebs strab, als er noch in seinen 20ern war. Kurz vor seinem Tod sagte er mir, Gott sei wirklich Barmherzig. Dieser Mann litt unter unglaublichen Schmerzen und strahlte Gottes Liebe aus. Er sagte: &#8222;Gott beabsichtigt, dass ich den Himmel mit einem sauberen Buch betreten soll.&#8220; Seine Todeserfahrung lie\u00df mich dar\u00fcber nachdenken. Er lehrte mich Gottes Liebe und Gnade. Dies war etwas, \u00fcber das noch niemand mit mir wirklich jemals gesprochen hatte. Gottes Liebe!<\/p>\n<p>Es hatte nicht lange gedauert, bis ich mir Seiner Segnungen bewusst wurde. Freunde, die mich liebten, kamen aus dem Nichts. Mir wurde das Geschenk gemacht, Ha\u011f\u011f zu machen. Und was fast noch wichtiger war, ich lernte, wie sehr wichtig es f\u00fcr mich ist, die Wahrheit des Islam mit jedem zu teilen. Es kam nicht darauf an, ob mir die Menschen, Muslime oder nicht, zustimmten oder mich sogar m\u00f6gen. Die einzige Zustimmung, die ich brauchte, war von Gott. Die einzige Liebe, die ich brauchte, war die Liebe Gottes. Aber ich entdeckte immer mehr Menschen, die mich ohne sichtbaren Grund liebten. Ich erinnere mich, gelesen zu haben, wenn Gott dich liebt, dann bewirkt er, dass auch andere dich lieben. Ich bin diese ganze Liebe gar nicht wert. Das bedeutet, es muss ein anderes Geschenk Gottes sein! Gott ist der Gr\u00f6\u00dfte!<br \/>\nEs w\u00fcrde zu weit gehen, genau zu erkl\u00e4ren, wie sich mein Leben ver\u00e4nderte. Alhamdulillah (Gepriesen sei Gott)! Ich bin sehr froh, ein Muslim zu sein Der Islam ist mein Leben. Der Islam ist mein Herzschlag. Der Islam ist das Blut, das in meinen Adern flie\u00dft. Der Islam ist meine St\u00e4rke. Der Islam ist mein Leben, so wunderbar und sch\u00f6n. Ohne den Islam bin ich nichts, und sollte Gott jemals Sein herrliches Gesicht von mir abwenden, k\u00f6nnte ich nicht \u00fcberleben.<\/p>\n<p>\u201cO mein Herr, vergib mir meine Fehler und meine Unwissenheit und meine Ma\u00dflosigkeit in meinen Angelegenheiten, und vergib mir all das, was Du besser wei\u00dft als ich. O Gott, vergib mir meine im Ernst und im Scherz begangenen Verfehlungen, die ich aus Versehen und die ich absichtlich beging, alle, die ich getan habe. O Gott, vergib mir, was ich vorher begangen habe und was ich noch begehen werde, im Verborgenen oder offen, und auch das, was Du besser wei\u00dft als ich. Du bist der Erste (der vor allem anderen war) und der Letzte (wenn alles andere vergeht), und Du bist aller Dinge m\u00e4chtig.\u201d (Sahieh Al-Bukhari)<\/p>\n<p>\u201cO Gott, lege Licht in mein Herz und lege Licht auf meinen Blick und Licht in mein Geh\u00f6r und Licht zu meiner Rechten und Licht zu meiner Linken und mache Licht \u00fcber mir und Licht unter mir. Mache Licht vor mir und Licht hinter mir, setze Licht in mich selber und verst\u00e4rke und erhelle ein Licht f\u00fcr mich und mache f\u00fcr mich Licht und mache mich zu Licht.\u201d (Sahieh Al-Bukhari)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Source: https:\/\/www.islamland.com\/deu\/articles\/aminah-assilmi-ex-christin-usa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(teil 1 von 4) &nbsp; Ich absolvierte ein Wiederholungsjahr, als ich meine erste Bekanntschaft mit Muslimen machte. Es war das erste Jahr, in dem wir die Vor-Registrierung mit dem Computer vornehmen konnten. Ich registrierte mich und ging nach Oklahoma, um mich um Familienangelegenheiten zu k\u00fcmmern. Die Angelegenheiten dauerten l\u00e4nger, als erwartet, also kam ich zwei &#8230; <a title=\"Aminah Assilmi, Ex-Christin, USA\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.ask-a-muslim.com\/de\/aminah-assilmi-ex-christin-usa\/\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Aminah Assilmi, Ex-Christin, USA\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[191],"tags":[],"class_list":["post-8601","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-warum-wurde-ich-muslim"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","uagb_featured_image_src":{"full":false,"thumbnail":false,"medium":false,"medium_large":false,"large":false,"1536x1536":false,"2048x2048":false,"gform-image-choice-sm":false,"gform-image-choice-md":false,"gform-image-choice-lg":false},"uagb_author_info":{"display_name":"Site Admin","author_link":"https:\/\/www.ask-a-muslim.com\/de\/author\/admin2\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"(teil 1 von 4) &nbsp; Ich absolvierte ein Wiederholungsjahr, als ich meine erste Bekanntschaft mit Muslimen machte. 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