{"id":8604,"date":"2020-06-20T02:17:50","date_gmt":"2020-06-20T07:17:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ask-a-muslim.com\/?p=8604"},"modified":"2020-06-27T23:09:07","modified_gmt":"2020-06-28T04:09:07","slug":"kristin-ex-katholikin-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ask-a-muslim.com\/de\/kristin-ex-katholikin-usa\/","title":{"rendered":"Kristin, Ex-Katholikin, USA"},"content":{"rendered":"<h3><strong>(teil 1 von 2)<\/strong><\/h3>\n<p>Meine Suche nach einer Religion begann in der High School als ich 15 oder 16 Jahre alt war. Ich war in Gesellschaft einer schlechten Clique, von denen ich dachte, sie w\u00e4ren meine Freunde, aber recht bald bemerkte ich, dass es Verlierer waren. Ich sah, in welche Richtung ihre Leben strebten, und es war keine gute. Ich wollte nicht, dass diese Leute irgendeinen Einflu\u00df auf meinen Erfolg in der Zukunft haben w\u00fcrden, daher trennte ich mich vollst\u00e4ndig von ihnen. Am Anfang war es schwer, denn ich war allein, ohne Freunde. Ich begann, mich nach etwas umzusehen, womit ich mich identifizieren konnte, etwas, worauf ich mich verlassen und worauf ich mein Leben aufbauen konnte&#8230; etwas, das niemand benutzen k\u00f6nnen w\u00fcrde, um damit meine Zukunft zu zerst\u00f6ren. Nat\u00fcrlich wandte ich mich suchend Gott zu. Herauszufinden, wer Gott und was die Wahrheit ist, war allerdings nicht einfach. Was war \u00fcberhaupt Wahrheit?! Dies war meine Hauptfrage, als ich meine Suche nach einer Religion begann.<\/p>\n<p>In meiner eigenen Familie gab es viele Schichten von Religion. Meine Familie bestand aus Juden und wenigen Arten von Christen, und jetzt Alhamdulillah (aller Preis geb\u00fchrt Gott) auch Islam.<\/p>\n<p>Als Mom und Dad geheiratet haben, hatten sie das Bed\u00fcrfnis, zu entscheiden, in welchem Glauben sie ihre Kinder erziehen wollen. Da die katholische Kirche wirklich die einzige M\u00f6glichkeit f\u00fcr sie war, (unsere Stadt besteht nur aus 600 Einwohnern,) konvertierten sie beide zum Katholismus und erzogen meine Schwester und mich als Katholiken. Verfolgen wir die Geschichte der Konvertierungen in meiner eigenen Familie einmal zur\u00fcck, dann scheint es so, als w\u00e4ren dies alles Konvertierungen aus reiner Bequemlichkeit gewesen. Ich denke nicht, dass sie wirklich Gott gesucht haben, sondern sie haben nur die Religion manipuliert als Mittel, um ein Endziel zu erreichen. Selbst nach allen diesen \u00c4nderungen in der Vergangenheit war Religion f\u00fcr Mom, Dad, meine Schwester oder mich nicht von gro\u00dfer Wichtigkeit. Wenn \u00fcberhaupt, dann waren wir die Familie, die du an Ostern und Weihnachten in der Kirche siehst. Ich f\u00fchlte immer, dass Religion etwas von meinem Leben getrenntes war, sechs Tage pro Woche Leben und einen Tag pro Woche f\u00fcr die Kirche, bei den seltenen Gelegenheiten, wo ich hinging. Mit anderen Worten, ich war mir Gottes nicht bewu\u00dft oder wie ich nach Seinen Lehren Tag f\u00fcr Tag leben sollte.<\/p>\n<p>Ich akzeptierte manche katholische Praktiken nicht, wie:<br \/>\n1) Einem Priester zu beichten: ich dachte, warum konnte ich nicht enfach vor Gott bekennen, ohne diesen Mann als Vermittler zu Ihm?<\/p>\n<p>2) Der &#8222;vollkommene&#8220; Papst \u2013 Wie kann ein einfacher Mann, nicht einmal ein Prophet, vollkommen sein?!<\/p>\n<p>3) Die Anbetung von Heiligen \u2013 widersprach das nicht ganz offensichtlich dem ersten Gebot? Selbst nach 14 Jahren gezwungener Teilnahme an der Sonntagsschule, waren die Antworten, die ich auf diese und andere Fragen erhielt: &#8222;Du mu\u00dft einfach nur Glauben haben!!&#8220; Sollte ich Glauben haben, weil mir jemand das SAGTE?! Ich dachte, Glaube sollte auf Wahrheit gr\u00fcnden und auf Antworten, die meine Logik ansprachen, ich war daran interessiert, welche zu finden.<\/p>\n<p>Ich wollte nicht die die Wahrheit meiner Eltern oder Freunde oder sonst jemandem. Ich wollte die Wahrheit Gottes. Ich wollte jede Vorstellung, die ich f\u00fcr wahr hielt, denn ich glaubte ganz, mit Herz und Seele. Ich entschied, wenn ich Antworten auf meine Fragen finden wollte, dann mu\u00dfte ich mit Objektivit\u00e4t suchen, und ich begann zu lesen&#8230;<\/p>\n<p>Ich entschied, dass das Christentum nicht die Religion f\u00fcr mich war. Ich hatte nichts pers\u00f6nlich gegen Christen, aber ich fand, dass die Religion selbst viele Ungereimtheiten beinhaltete, insbesondere als ich in der Bibel las. In der Bibel fielen mir so viele Ungereimtheiten auf und so viele Dinge, die keinen Sinn ergaben, dass ich \u00fcberrascht war, dass sie mir noch nie zuvor aufgefallen waren oder dass ich sie noch nicht einmal bemerkt hatte!<\/p>\n<p>Da manche aus meiner Familie j\u00fcdisch waren, begann ich, das Judentum zu erforschen. Ich dachte selbst, die Antwort k\u00f6nne da liegen. Ungef\u00e4hr ein Jahr lang erforschte ich alles \u00fcber das Judentum, ich meine: GR\u00dcNDLICHE Nachforschungen!! Jeden Tag versuchte ich, zu lesen und etwas zu lernen (ich kenne mich immer noch mit den orthodoxen j\u00fcdischen koscher Gesetzen aus!) Ich ging zur B\u00fccherei und innerhalb von zwei Monaten kontrollierte ich jedes Buch \u00fcber das Judentum, sammelte Informationen im Internet, ich ging zur Synagoge, sprach mit j\u00fcdischen Leuten in nahegelegenen St\u00e4dten und las Thora und Talmud. Mich besuchte sogar einer meiner j\u00fcdischen Freunde aus Israel! Ich dachte, ich h\u00e4tte vielleicht gefunden, wonach ich gesucht hatte. An dem Tag allerdings, an dem ich zur Synagoge gehen sollte, um den Rabbi zu treffen und um meine Konversion offiziell zu machen, machte ich einen R\u00fcckzieher. Ich wei\u00df ganz ehrlich gesagt nicht, was mich an jenem Tag davon abgehalten hat, das Haus zu verlassen, aber ich stoppte, als ich gerade im Begriff war, aus der T\u00fcr zu gehen; ich ging zur\u00fcck und setzte mich. Ich f\u00fchlte mich, wie in einem dieser Tr\u00e4ume, wo man versucht zu rennen aber alles geht nur wie in Zeitlupe. Ich wu\u00dfte, dass der Rabbi dort war und auf mich wartete, aber ich rief nicht einmal an, um zu sagen, dass ich noch k\u00e4me. Der Rabbi rief mich auch nicht an. Irgendetwas fehlte&#8230;<\/p>\n<p>Nachdem ich gelernt hatte, dass das Judentum auch nicht die Antwort war, dachte ich (auch nach reichlichem Druck seitens meiner Eltern), ich gebe dem Christentum noch eine Chance. Ich hatte, wie ich bereits erw\u00e4hnte, einen guten Hintergrund aus meinen Jahren in der Sonntagsschule, aber ich wollte die Wahrheit hinter diesen Lehren erforschen. Was war die Sch\u00f6nheit in alledem, wo war die Sicherheit darin und wie konnte ich es logisch akzeptieren? Ich wu\u00dfte, wenn ich das Christentum ernsthaft in Betracht zog, dann jedoch auf keinen Fall den Katholizismus. Ich ging zu jeder anderen christlichen Kirche unserer Stadt: Lutheraner, Pfingstgemeinde, Mormonen und nicht so bekannte Gemeinden. Jedoch fand ich nicht, was ich suchte: Antworten!! Es war nicht die Umgebung der Menschen, die mich abkehren lie\u00df; es waren die Diskrepanzen zwischen den Konfessionen, die mich st\u00f6rten. Ich glaubte, dass es nur einen wahren Weg geben konnte, wie konnte ich also die &#8222;richtige&#8220; Konfession w\u00e4hlen? Meiner Einsch\u00e4tzung nach war es unm\u00f6glich und ungerecht, wenn ein barmherziger und gnadevoller Gott die Menschheit mit einer solchen Auswahl allein lie\u00df. Ich war verloren\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\n<strong>(teil 2 von 2)<\/strong><\/h3>\n<p>An diesem Punkt war ich einfach nur verwirrt und frustriert, genau wie am Anfang meiner Suche. Ich h\u00e4tte am liebsten meine Arme zu Gott erhoben und geschrien: &#8222;Was jetzt?&#8220; Ich war keine J\u00fcdin, und ich war keine Christin; ich war nur eine Person, die einen Gott glaubte. Ich dachte, ich gebe die organisierte Religion ganz auf. Alles, was ich wollte, war die Wahrheit; mir war egal, aus welchem heiligen Buch sie kam; ich wollte einfach nur die Wahrheit!<\/p>\n<p>Eines Tages las ich im Internet und entschlo\u00df mich, eine Pause zu machen und einen Chatroom zu suchen. Mir fiel ein &#8222;Religions-Chat&#8220;, der mich nat\u00fcrlich interessierte, also klickte ich auf &#8222;an&#8220;. Da entdeckte ich einen Raum, der sich &#8222;Muslim-Chat&#8220; nannte \u2013 sollte ich da hineingehen? Ich hoffte, dass keine Terroristen Zugang zu meiner e-mail bekommen und mir Computerviren oder schlimmeres senden w\u00fcrden. Bilder von gro\u00dfen schwarz gekleideten M\u00e4nnern mit gro\u00dfen B\u00e4rten, die an meine T\u00fcr kommen und mich kidnappten, durchzuckten meinen Kopf. (Du kannst sehen, wieviel ich vom Islam wu\u00dfte \u2013 nichts!) Aber dann dachte ich, es ist nur eine harmlose Nachforschung. Ich entschlo\u00df mich, hineinzugehen und bemerkte, dass die Leute in diesem Chat-Room \u00fcberhaupt nicht so furchterregend waren, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Tats\u00e4chlich nannten sich die meisten von ihnen &#8222;Bruder&#8220; oder &#8222;Schwester&#8220;, auch wenn sie sich gerade erst getroffen haben! Ich sagte: &#8222;Hi!&#8220; zu jedem und sagte ihnen, sie sollen mich mit den Grundlagen des Islam vertraut machen \u2013 von denen ich nichts wusste. Was sie zu sagen hatten, war interessant und stimmte mit dem \u00fcberein, was ich bereits glaubte. Einige Leute boten mir B\u00fccher an, also sagte ich: &#8222;okay&#8220;. (Nebenbei bemerkt, ich bekam nie irgendwelche Viren und keine M\u00e4nner tauchten an meiner T\u00fcr auf, um mich zu entf\u00fchren, au\u00dfer meinem Ehemann, aber da ging ich freiwillig!)<\/p>\n<p>Als ich mich aus dem Chat ausloggte, ging ich auf dem direkten Weg zur Bibliothek und lie\u00df mir jedes Buch \u00fcber den Islam zeigen, genau wie ich es mit dem Judentum getan hatte. Jetzt war mein Interesse geweckt, und ich wollte lesen und mehr lernen. Bevor ich mit einem Riesenstapel B\u00fccher nach Hause kam, wollte ich ein paar ansehen. Dies war ein Wendepunkt f\u00fcr mich\u2026 Die ersten wenigen, die ich mir ansah, erkl\u00e4rten die Grundlagen detaillierter, einige waren Lehrb\u00fccher und manche hatten Bilder von wundersch\u00f6nen Moscheen mit Frauen in T\u00fcchern. Ich war gl\u00fccklich, dass ich auch einen Quran gefunden hatte&#8230; ich \u00f6ffnete ihn zuf\u00e4llig und began zu lesen. Die Sprache war es, die mich zuerst traf, ich f\u00fchlte, dass eine Autorit\u00e4t mit mir sprach, kein Mann, so wie ich bei anderen &#8222;heiligen&#8220; Texten immer den Eindruck gehabt hatte. Die Passage, die ich las (und leider wei\u00df ich nicht mehr, welche es gewesen war), handelte davon, was Gott in diesem Leben von dir erwartet und wie du Seinen Befehlen entsprechend leben sollst. Sie erkl\u00e4rte, dass Gott der G\u00fctigste und Barmherzigste und der All-Vergebende ist. Am wichtigsten: zu Ihm kehren wir alle zur\u00fcck. Bevor ich es merkte, konnte ich jede meiner Tr\u00e4nen auf die Seiten tropfen h\u00f6ren, die ich gerade las. Ich weinte \u2013 gerade hier, mitten in der Bibliothek, denn schlie\u00dflich hatte ich nach all meinem Suchen und Hinterfragen das gefunden, wonach ich gesucht hatte \u2013 den Islam. Ich wu\u00dfte, der Quran war etwas Einzigartiges, denn ich hatte schon viel religi\u00f6se Literatur gelesen und KEINE war jemals ann\u00e4hrend so deutlich gewesen oder hatte mir ein solches Gef\u00fchl vermittelt. Jetzt konnte ich die Weisheit Gottes erkennen\u2026 dass Er mich zuerst das Judentum und das Christentum so gr\u00fcndlich erforschen lassen hat, bevor ich den Islam fand, so dass ich sie alle vergleichen konnte und mir bewu\u00dft wurde, dass NICHTS mit dem Islam zu vergleichen war.<\/p>\n<p>Von diesem Punkt an veriefte ich meine Nachforschungen \u00fcber den Islam. Ich n\u00e4herte mich ihm, indem ich nach Ungereimtheiten suchte, so wie ich es mit dem Judentum und dem Christentum auch gemacht hatte, aber es waren keine zu finden. Ich durchst\u00f6berte den Quran, suchte nach der kleinsten Ungereimtheit, dem kleinsten Widerspr\u00fcch, aber bis zum heutigen Tage war ich nicht in der Lage, auch nur EINE einzige Ungereimtheit darin zu finden! Eine andere gro\u00dfartige Sache, die ich am Quran liebe, ist, dass er den Leser herausfordert, ihn zu hinterfragen. Er sagt \u00fcber sich selbst, wenn er nicht von Gott w\u00e4re, w\u00fcrdet ihr eine Menge Widerspr\u00fcche darin finden! Der Islam ist nicht nur frei von Widerspr\u00fcchen, ich fand auch Antworten auf s\u00e4mtliche Fragen, die mir in den Sinn kamen \u2013 befriedigende Antworten.<\/p>\n<p>Nach drei Monaten entschied ich mich, dass der Islam die Antwort war und konvertierte offiziell, indem ich die Schahada aussprach. Allerdings sprach ich meine Schahada am Telefon mit einem Imam aus Pennsylvania, denn in meiner N\u00e4he gab es weder Muslime noch Moscheen (die N\u00c4CHSTE war ungef\u00e4hr 6 Stunden entfernt). Ich habe meine Entscheidung zu konvertieren nie bedauert. Da es da, wo ich lebte, keine Muslime gab, mu\u00dfte ich selbst die Initiative ergreifen und vieles allein lernen, aber ich wurde niemals m\u00fcde, denn ich lernte die Wahrheit. Die Annahme des Islam war wie ein Erwachen meines Geistes, meines Verstandes und sogar meiner Weltsicht.<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte es mit jemandem vergleichen, der ein schlechtes Sehverm\u00f6gen hat; er strengt sich an, um mit der Klasse mitzuhalten, kann sich nicht konzentrieren und wird st\u00e4ndig durch seine Behinderung herausgefordert. Wenn du ihm einfach eine Brille geben w\u00fcrdest, w\u00fcrde ihm alles klar und deutlich erscheinen. So ist meine Erfahrung mit dem Islam: als h\u00e4tte ich eine Brille erhalten, die es mir zum ersten Mal erlaubte, wirklich zu sehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Source: https:\/\/www.islamland.com\/deu\/articles\/kristin-ex-katholikin-usa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(teil 1 von 2) Meine Suche nach einer Religion begann in der High School als ich 15 oder 16 Jahre alt war. 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