{"id":8632,"date":"2020-06-20T02:17:54","date_gmt":"2020-06-20T07:17:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ask-a-muslim.com\/?p=8632"},"modified":"2020-06-27T22:25:03","modified_gmt":"2020-06-28T03:25:03","slug":"katherine-bullock-ex-christin-canada","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ask-a-muslim.com\/de\/katherine-bullock-ex-christin-canada\/","title":{"rendered":"Katherine Bullock, Ex-Christin, Canada"},"content":{"rendered":"<h3><strong>(teil 1 von 2)<\/strong><\/h3>\n<p>Was tue ich hier unten? Das frage ich mich, als ich mit der Nase und der Stirn auf dem Boden gedr\u00fcckt im Gebet knie. Meine Kniescheiben schmerzen, meine Armmuskeln sind angespannt und ich versuche, den Druck auf meine Stirn zu halten. Ich h\u00f6re den fremden \u00c4u\u00dferungen von der Person, die neben mir betet, zu. Es ist arabisch, und sie verstehen, was sie sagen; auch wenn ich es nicht verstehe. So. Ich spreche in meinen eigenen Worten, in der Hoffnung, Gott wird mir wohlgesonnen sein; einem Muslim, erst 12 Stunden alt. OK. Gott, ich habe den Islam angenommen, weil ich an Dich glaube und weil der Islam einen Sinn ergibt. Habe ich das wirklich gesagt? Ich erwische mich selbst, breche in Tr\u00e4nen aus. Was w\u00fcrden meine Freunde sagen, wenn sie mich so sehen w\u00fcrden; kniend, die Nase auf den Boden gedr\u00fcckt? \u2026 Sie w\u00fcrden \u00fcber mich lachen. \u00b4Hast du deinen Verstand verloren?\u00b4 w\u00fcrden sie fragen. Du kannst uns nicht ernstmachen, dass du religi\u00f6s bist. Religi\u00f6s\u2026 Ich war fr\u00fcher ein gl\u00fccklicher, \u00b4spekulativer Atheist\u00b4 gewesen; wie konnte ich zu einem Gl\u00e4ubigen und dann noch zu einem Muslim werden? Ich erinnere mich zur\u00fcck und versuche, wie ein Wirbelwind meine Reise Revue passieren zu lassen. Aber wo hatte sie begonnen? M\u00f6glicherweise als ich zum ersten Mal praktizierende Muslime getroffen habe. Das war 1991 an der Queen\u2019s University, Kingston, Ontario, Canada, gewesen.<\/p>\n<p>Ich war eine offene, tolerante, liberale Frau, 24 Jahre alt. Ich sah muslimische Frauen um das Internationale Zentrum herum gehen und hatte Mitleid mit ihnen. Ich wusste, dass sie unterdr\u00fcckt werden. Mein Kummer verst\u00e4rkte sich, als ich sie fragte, warum sie ihre Haare bedeckten, warum sie im Sommer lange \u00c4rmel trugen, warum sie in muslimischen L\u00e4ndern so schlecht behandelt werden; und sie antworteten mir, dass sie das Kopftuch tragen und sich so bekleiden, weil Gott es so von ihnen verlangt. Arme Dinger. Und was war damit, dass sie in muslimischen L\u00e4ndern so schlecht behandelt werden? Das ist Kultur, antworteten sie. Ich wusste, dass sie von klein auf get\u00e4uscht, sozialisiert und einer Gehirnw\u00e4sche unterzogen worden waren, an diese b\u00f6se Art, Frauen zu behandeln, zu glauben. Aber mir fiel auf, wie gl\u00fccklich sie waren, wie freundlich sie waren, wie gefestigt sie zu sein schienen. Ich sah muslimische M\u00e4nner um das Internationale Zentrum gehen.<\/p>\n<p>Da gab es sogar einen Mann aus Libyen \u2013 dem Land der Terroristen. Ich zitterte, wenn ich sie sah, dass sie mir im Namen Gottes etwas antun. Ich erinnerte mich an Massen w\u00fctender arabischer M\u00e4nner, die Bildnisse von Pr\u00e4sident Bush verbrannten &#8211; alles im Namen Gottes. Was f\u00fcr einen Gott mussten sie haben, dachte ich. Arme Dinger, dass sie an Gott glaubten, f\u00fcgte ich hinzu, ich war mir sicher, dass Gott eine anthropomorphe Projektion f\u00fcr uns schwachen Menschen war. Aber ich stellte fest, dass diese M\u00e4nner sehr freundlich waren. Ich bemerkte, wie hilfsbereit sie waren. Ich erkannte eine Aura der Ruhe. Was f\u00fcr einen Glauben m\u00fcssen sie haben, dachte ich. Aber es war mir ein R\u00e4tsel. Ich hatte den Qur\u00b4an gelesen und hatte nichts besonderes darin entdeckt. Das war, bevor der Golfkrieg ausgebrochen war. Was f\u00fcr ein Gott w\u00fcrde M\u00e4nner davon \u00fcberzeugen, in den Krieg zu ziehen, um unschuldige B\u00fcrger eines anderen Landes zu t\u00f6ten, Frauen zu vergewaltigen, gegen die US zu demonstrieren?<\/p>\n<p>Ich entschloss mich, das Heilige Buch zu lesen, auf dessen Grundlage sie behaupteten, zu handeln. Ich las ein Penguin Classic, sicherlich ein vertrauensw\u00fcrdiges Buch, aber ich konnte es nicht beenden, so sehr verabscheute ich es. Hier gab es ein Paradies mit Jungfrauen f\u00fcr die Rechtschaffenen (was hat eine rechtschaffene Frau mit einer Jungfrau im Paradies zu tun?), hier gab es einen Gott, Der ganze St\u00e4dte auf einen Schlag zerst\u00f6rte.<\/p>\n<p>Kein Wunder, die Frauen werden unterdr\u00fcckt und diese Fanatiker st\u00fcrmen herum und verbrennen die Flagge der US, dachte ich. Aber die Muslime schienen verwirrt. Ihr Qur\u00b4an sprach nicht auf diese Weise von den Dingen. Vielleicht besa\u00df ich eine schlechte \u00dcbersetzung?<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich stand die betende Person, der ich folgte, auf. Ich stand ebenfalls auf, meine F\u00fc\u00dfe verfingen sich in dem langen Hemd, das ich trage; beinahe w\u00e4re ich gestolpert. Ich schniefe, versuche, die Tr\u00e4nen aufzuhalten. Lieber Gott, ich bin hier, weil ich an Dich glaube und weil bei meiner Erforschung des Christentums, Judentums, Hinduismus, Sikhismus und Buddhismus, der Islam am meisten Sinn ergeben hat.<\/p>\n<p>Ich beuge mich, die H\u00e4nde an meinen Knien, ich strenge mich an, mich zu beruhigen. Gott. Bitte hilf mir, ein guter Muslim zu sein. Ein Muslim! Kathy, wie konntest du \u2013 eine wei\u00dfe, westliche Frau, die gebildet ist \u2013 konvertiert zu einer Religion, die Frauen zu Menschen zweiter Klasse macht!<\/p>\n<p>Aber Kingstons Muslime wurden meine Freunde, ich f\u00fchlte mich seltsam. Sie haben mich in ihrer Gemeinschaft herzlich willkommen gehei\u00dfen, ohne Fragen zu stellen. Ich verga\u00df, dass sie Unterdr\u00fcckte und Terroristen waren. Es scheint der Beginn meiner Reise zu sein. Doch ich war immer noch Atheist. Oder etwa nicht?<\/p>\n<p>Ich hatte die sternenklare Nacht betrachtet und \u00fcber das Universum nachgedacht. Die Sterne funkelten wie Diamanten am dunklen Himmel, als h\u00e4tten sie geheimnisvolle Botschaften f\u00fcr mich. Ich sehnte mich nach etwas Gr\u00f6\u00dferem als mir selbst. War es ein kollektives menschliches Bewusstsein? Frieden und Ruhe durchstr\u00f6mten mich von den Sternen. Konnte ich mich diesem Gef\u00fchl entwinden und erkl\u00e4ren, dass es kein h\u00f6heres Wesen gab? Kein h\u00f6heres Bewusstsein? Hast du nie die Existenz Gottes angezweifelt? Das fragte ich meine christlichen und muslimischen Freunde. Nein, antworteten sie. Nein? Das verwirrte mich.<\/p>\n<p>War Gott denn so offensichtlich? Wieso konnte ich Gott nicht sehen? Es schien meine Vorstellungskraft zu sehr zu strapazieren. Ein Wesen da drau\u00dfen, das die Art wie ich lebe bestimmt. Wie konnte Gott den Milliarden Menschen, die beten, zuh\u00f6ren und mit jeder Sekunde des Lebens einer Person vertraut sein? Es ist unm\u00f6glich. Vielleicht ein Erster Ausl\u00f6ser, aber Einer, der eingreift? Und was ist mit der st\u00e4ndigen Ungerechtigkeit in der Welt? Kinder, die im Krieg sterben. Ein gerechter, guter Gott w\u00fcrde dies nicht erlauben. Gott ergibt keinen Sinn. Gott konnte nicht existieren. Au\u00dferdem haben wir uns entwickelt, damit hat sich die erste Ursache auch erledigt.<\/p>\n<p>Wir knien wieder nieder, und hier bin ich, schniefend, seitw\u00e4rts auf meinen gr\u00fcnen, neuen Gebetsteppich blickend. Ich mag meinen Gebetsteppich. Er ist so samtig und hat ein paar meiner Lieblingsfarben: eine lila Moschee auf gr\u00fcnem Hintergrund. Da gibt es einen Weg, der zum Eingang der Moschee f\u00fchrt und er winkt mir zu. Der Eingang zu der Moschee scheint die Wahrheit zu enthalten, sie ist schwer erfassbar, aber sie ist da. Ich bin gl\u00fccklich, zu diesem Eingang gezogen worden zu sein.<\/p>\n<p>Als ich noch viel j\u00fcnger gewesen war, hatte ich ein v\u00f6lliges Schwarz-Wei\u00df-Bild von der Welt gehabt. Es zerfiel irgendwann im dritten oder vierten Jahr meines Bachelor-Studiums. In Kingston hatte ich mich daran erinnert, dass ich einst ein regelm\u00e4\u00dfiger Kircheng\u00e4nger gewesen war; irgendwie war ich verlegen, weil ich nun religi\u00f6se Menschen als schwammige, urige, langweilige, altmodische Menschen betrachtete. Aber Gott schien damals f\u00fcr mich selbstverst\u00e4ndlich zu sein. Das Universum machte ohne einen Allm\u00e4chtigen Sch\u00f6pfer keinen Sinn.<\/p>\n<p>Wenn ich aus der Kirche kam, hatte ich immer ein Gef\u00fchl der Leichtigkeit und der Freude versp\u00fcrt. Den Verlust dieses Gef\u00fchls bemerkte ich. Konnte es sein, dass ich einst eine Verbindung zu Gott gehabt hatte, die nun verschwunden war? M\u00f6glicherweise war dies der Beginn meiner Reise gewesen? Ich versuchte, wieder zu beten, aber ich fand das au\u00dferordentlich schwierig. Christen erz\u00e4hlten mir, dass Menschen, die nicht an den Herrn Jesus Christus glaubten, verloren seien. Was war denn mit den Menschen, die niemals von Jesus geh\u00f6rt haben? Oder mit Menschen, die ihrer eigenen Religion folgten? Und die Gesellschaft behauptete seit der Geschichte, dass Frauen minderwertig seien, weil das Christentum uns weismachen wollte, dass es Evas Strafe sei; Frauen waren vom Studieren, W\u00e4hlen und Besitzen von Land ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Gott war ein furchterregender Mann mit einem langen wei\u00dfen Bart. Ich konnte mit Ihm nicht sprechen. Ich konnte dem Christentum nicht folgen, daher konnte Gott nicht existieren.<\/p>\n<p>Aber dann entdeckte ich Feministen, die an Gott glaubten; christliche Frauen, die Feministen waren und muslimischen Frauen, die glaubten, dass der Islam vieles nicht dulde, von dem ich dachte, es sei integraler Bestandteil ihrer Religion. Da fing ich an, zu beten und mich selbst als eine \u2018post-christliche feministische Gl\u00e4ubige\u2019 zu bezeichnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\n<strong>(teil 2 von 2)<\/strong><\/h3>\n<p>Ich versp\u00fcrte wieder diese Leichtigkeit; m\u00f6glicherweise existierte Gott. Ich untersuchte gr\u00fcndlich die Ereignisse meines Lebens, und ich sah in den Zuf\u00e4llen und dem Gl\u00fcck Gottes Segen f\u00fcr mich \u2013 und niemals hatte ich sie bemerkt oder mich daf\u00fcr bedankt. Ich war erstaunt, dass Gott so freundlich und best\u00e4ndig gut zu mir gewesen ist, wo ich doch so treulos gewesen bin. Meine Ohren und F\u00fc\u00dfe kribbeln angenehm von der Waschung, derer ich sie gerade unterzogen habe; eine Waschung, die mich reinigt und die mir gestattet, mich Gott im Gebet zu n\u00e4hern.<\/p>\n<p>Gott. Eine Ehrfurcht gebietende Gottheit. Ich f\u00fchle Ehrfurcht, Verwunderung und Frieden. Bitte weise mir den Weg. Aber du kannst sicherlich auch erkennen, dass die Welt zu kompliziert ist, zu sch\u00f6n, zu harmonisch, um ein blo\u00dfer Unfall zu sein? Um das blinde Ergebnis evolution\u00e4rer Kr\u00e4fte zu sein? Wei\u00dft du denn nicht, dass die Wissenschaft zum Glauben an Gott zur\u00fcckkehrt? Wei\u00dft du denn nicht, dass die Wissenschaft dem Islam niemals widersprochen hat? Meine imagin\u00e4re Jury treibt mich zur Verzweiflung. Haben sie diese Dinge denn nicht erforscht?<\/p>\n<p>Vielleicht war dies der entscheidende Weg. Ich hatte im Radio ein Interview mit einem Physiker geh\u00f6rt, der erkl\u00e4rte, wie die moderne Wissenschaft ihre materialistischen Annahmen des neunzehnten Jahrhunderts seit langem aufgegeben hatte und der wissenschaftlich die Meinung vertrat, dass zu viele Ph\u00e4nomene aufgetreten sind, die ohne Intelligenz und Design dahinter keinen Sinn ergeben w\u00fcrden. In der Tat bestehen wissenschaftliche Experimente nicht nur aus der passiven Beobachtung physikalischer Ph\u00e4nomene, Beobachtung ver\u00e4nderte sich in der Art, wie physikalische Ereignisse ablaufen, und es schien daher, dass Intelligenz der grundlegendste Stoff des Universums sein musste.<\/p>\n<p>Ich las mehr und mehr. Ich entdeckte, dass nur die eingefleischtesten Anthroposophen noch an die Evolutionstheorie glaubten, auch wenn dies keiner laut aussprach, aus Angst seinen Job zu verlieren. Mein Laubs\u00e4gebild fing an auseinanderzufallen.<\/p>\n<p>OK, also du hast entschieden, dass Gott existiert. Du bist Monotheist. Aber das Christentum ist monotheistisch. Es ist dein Erbe. Warum solltest du es verlassen? Immer noch sind diese Fragesteller verwirrt. Aber du musst verstehen, auf diese leichteste Frage von allen zu antworten. Ich l\u00e4chele.<\/p>\n<p>Ich lernte, dass der Qur\u00b4an den Wissenschaften nicht auf die gleiche Art und Weise widersprach, wie es die Bibel tat. Ich wollte die biblische Geschichte selbst lesen und stellte fest, dass ich es nicht vermochte. Wissenschaftliche Tatsachen widersprachen dem biblischen Bericht. Aber wissenschaftliche Tatsachen widersprachen nicht den Berichten des Qur\u00b4an, die Wissenschaft erkl\u00e4rte manchmal sogar bislang unerkl\u00e4rbare Qur\u00b4anverse. Dies war erstaunlich.<\/p>\n<p>Es gibt einen Vers dar\u00fcber, wie frisches Wasser aus Fl\u00fcssen ins Meer flie\u00dft, ohne sich mit dem Meerwasser zu mischen; Verse, welche die Empf\u00e4ngnis genau beschreiben; Verse, die sich auf die Orbitale der Planeten beziehen. Die Wissenschaft des siebten Jahrhunderts kannte nichts dergleichen. Wie h\u00e4tte Muhammad so einzigartig weise sein k\u00f6nnen? Mein Verstand zog mich zum Qur\u00b4an, aber ich z\u00f6gerte.<\/p>\n<p>Ich fing an, wieder zur Kirche zu gehen, um bei fast jedem Gottesdienst in Tr\u00e4nen auszubrechen. Das Christentum fiel mir immer noch schwer. So vieles ergab keinen Sinn: die Trinit\u00e4t; die Vorstellung, dass Jesus Gottes Wiedergeburt sei; die Anbetung Marias; der Heiligen oder Jesus eher als Gott. Die Priester rieten mir, den Verstand au\u00dfer acht zu lassen, wenn ich \u00fcber Gott nachdenke. Die Trinit\u00e4t ergab keinen Sinn und das sollte sie auch nicht. Ich vertiefte mich. Wie konnte ich nach alledem meine Kultur, mein Erbe, meine Familie verlassen? Ich bem\u00fchte mich, eine gute Christin zu sein.<\/p>\n<p>Ich lernte weiter. Ich stellte fest, dass Ostern ein paar Jahrhunderte nach Jesus Tod eingef\u00fchrt worden war, dass Jesus sich niemals selbst als Wiedergeburt Gottes bezeichnet hatte und umso h\u00e4ufiger hatte er gesagt, er sei der Menschensohn; dass die Doktrin von der Trinit\u00e4t \u00fcber 300 Jahre nach dem Tode Jesu\u00b4 festgelegt worden war; dass das Glaubensbekenntnis, das ich treu jede Woche rezitiert und mich auf jedes einzelne Wort konzentriert hatte, von MENSCHEN bei einem politischen Treffen geschrieben worden war, um die Ansicht einer Minderheit zu best\u00e4tigen, dass Jesus der Sohn Gottes sei und damit der Glaube, dass Jesus der Gesandte Gottes sei, f\u00fcr immer ausgemerzt w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ich war so sauer! Warum hatte die Christliche Kirche mir diese Dinge nicht beigebracht. Nun. Ich wusste warum. Die Menschen w\u00fcrden verstehen, dass sie Gott anderswo anbeten k\u00f6nnen und dort, w\u00fcrde das Anbeten f\u00fcr sie einen Sinn ergeben. Ich w\u00fcrde nur Einen Gott anbeten, nicht drei, nicht Vater, Sohn und Heiligen Geist; weder Jesus als Herrn noch die Heiligen noch Maria. Konnte Muhammad wirklich ein Gesandter sein, konnte der Qur\u00b4an das Wort Gottes sein? Ich las weiter im Qur\u00b4an.<\/p>\n<p>Er erz\u00e4hlte mir, dass Eva nicht allein f\u00fcr den \u201cS\u00fcndenfall\u201d verantwortlich gewesen ist; dass Jesus ein Gesandter war; dass Ungl\u00e4ubige mich daf\u00fcr auslachen werden, dass ich ein Gl\u00e4ubiger bin; dass Menschen die Wahrheit von Muhammads Anspruch auf Offenbarung anzweifeln werden, aber wenn sie versuchten, etwas Weises, Best\u00e4ndiges und Vern\u00fcnftiges aufzuschreiben, dann werden sie versagen. Dies schien wahr zu sein. Der Islam forderte mich auf, meine Intelligenz zu nutzen, um \u00fcber Gott nachzudenken, er ermutigte mich, Wissen zu suchen, er teilte mir mit, wer auch immer glaubte (Juden, Christen, Muslime, wer auch immer) wird Belohnungen erhalten, er schien eine sehr umfassende Religion zu sein. Wir stehen wieder und immer noch, verbeugen uns wieder, um in dieser Stellung zu verharren mit unseren H\u00e4nden auf unseren Knien. Was kann ich Gott noch sagen? Ich kann mir nichts mehr ausdenken, das Gebet erscheint so lang.<\/p>\n<p>Ich schnaufe leicht, immer noch schniefend, denn von all dem Stehen, Knien und wieder Stehen bin ich irgendwie aus der Puste geraten. Also denkst du wirklich, dass ich willig einer Religion beigetreten bin, die mich zu einem B\u00fcrger zweiter Klasse macht? Frage ich den, der mich fragt. Du wei\u00dft, dass es viel Missbrauch von Frauen in islamischen L\u00e4ndern gibt, genau wie im Westen, aber das ist nicht der wahre Islam. Und fang nicht mit der Kopftuch-Geschichte an. Wei\u00dft du denn nicht, dass Frauen das Hijab tragen, weil Gott es ihnen befiehlt? Weil sie dem Wort Gottes vertrauen?<\/p>\n<p>Trotzdem. Wie werde ich den Mut aufbringen, um Hijab zu tragen? Ich werde es vielleicht nicht schaffen. Die Menschen werden mich anstarren, ich werde auff\u00e4llig sein; ich w\u00fcrde mich lieber in der Masse verstecken, wenn ich drau\u00dfen bin. Was werden meine Freunde sagen, wenn sie mich damit sehen?? OH! Gott! Hilf mir.<\/p>\n<p>Am Rande des Wandels war ich f\u00fcr einen langen Monat ins Stocken geraten, mein Dilemma wuchs von Tag zu Tag . Was sollte ich tun? Mein altes Leben verlassen und ein Neues beginnen? Aber ich konnte nicht ohne Hijab in die \u00d6ffentlichkeit hinaus gehen. Die Menschen w\u00fcrden mich anstarren. Ich stand an der Weggabelung, die Gott mich hatte erreichen lassen. Ich besa\u00df neue Kenntnisse, die mit meinem Verstand \u00fcbereinstimmten. Sollte ich meinen \u00dcberzeugungen folgen oder auf dem alten Weg bleiben? Wie konnte ich bleiben, wenn eine andere Aussicht im Leben gab? Wie konnte ich wechseln, wenn mir der Schritt zu gro\u00df erschien?<\/p>\n<p>Ich \u00fcbte den Satz f\u00fcr die Konvertierung ein: Es gibt keinen Gott au\u00dfer Gott, und Muhammad ist der Gesandte Gottes. Einfache Worte. Ich glaube an sie, also konvertiere. Ich kann nicht, wehrte mich. Ich drehte mich Tag f\u00fcr Tag im Kreis. Gott stand auf einem der Wege und tippte mit Seinem Fu\u00df. Komm schon, Kathy. Ich habe dich bis hierher gebracht, aber du musst alleine die Kreuzung \u00fcberqueren. Ich blieb stehen, gebannt wie ein K\u00e4nguru, das sp\u00e4t in der Nacht in die Autoscheinwerfer starrt. Dann gab mir Gott, vermute ich, eines Nachts einen endg\u00fcltigen Ruck. Ich kam mit meinem Ehemann an einer Moschee vorbei. Ich bekam ein Gef\u00fchl in mir, das so stark war, dass ich es kaum ertragen konnte. Wenn du jetzt nicht konvertierst, wirst du es nie tun, sagte meine innere Stimme. Ich wusste, dass es stimmte. OK, ich werde es tun. Wenn sie mich in die Moschee hinein lassen, dann werde ich es tun. Aber es war niemand da. Ich sagte die Schahada unter den drei B\u00e4umen au\u00dferhalb der Moschee. Ich wartete. Ich wartete auf den Donnerschlag, das unmittelbare Gef\u00fchl der Erleichterung, das Hinweg nehmen der Last. Aber es kam nicht.<\/p>\n<p>Ich f\u00fchlte genau dasselbe. Jetzt knien wir wieder, die Welt sieht so anders aus von hier unten. Sogar ber\u00fchmte Fu\u00dfballstars werfen sich auf diese Art nieder, erinnere ich mich, zur Seite auf die Enden meines Hijabs blickend, die auf den Gebetsteppich fallen; wir sind alle genau gleich und dem\u00fctig vor Gott. Jetzt sitzen wir wieder aufrecht, mein Gebetsf\u00fchrer murmelt leise etwas, wobei er den Zeigefinger seiner rechten Hand in der Luft bewegt. Ich blicke wieder auf meine Matte. Das Gr\u00fcn, Lila und Schwarz meines Gebetsteppichs sehen beruhigend gleich aus.<\/p>\n<p>Die Schw\u00e4rze des Eingangs der Moschee zieht mich an; \u00b4Ich bin hier, entspanne dich und du wirst mich finden.\u00b4 Meine Tr\u00e4nen sind auf meinem Gesicht getrocknet und die Haut spannt sich. Was tue ich hier? Lieber Gott. Ich bin hier, weil ich an Dich glaube, weil ich an die \u00fcberzeugenden und majest\u00e4tischen Worte des Qur\u00b4an glaube, und weil ich an das Prophetentum Deines Gesandten Muhammad glaube. Ich wei\u00df in meinem Herzen, dass meine Entscheidung die Richtige ist. Bitte gib mir den Mut, mit diesem neuen Selbstbewusstsein und dem neuen Leben weiterzumachen, damit ich Dir gut mit starkem Glauben dienen kann. Ich l\u00e4chele und stehe auf, falte meinen Gebetsteppich zusammen und lege ihn auf das Sofa, bereit f\u00fcr das n\u00e4chste Treffen mit seiner lila-gr\u00fcnen Sicherheit. Nun f\u00e4ngt die Last an, sich zu l\u00fcften.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Source: https:\/\/www.islamland.com\/deu\/articles\/katherine-bullock-ex-christin-canada<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(teil 1 von 2) Was tue ich hier unten? Das frage ich mich, als ich mit der Nase und der Stirn auf dem Boden gedr\u00fcckt im Gebet knie. Meine Kniescheiben schmerzen, meine Armmuskeln sind angespannt und ich versuche, den Druck auf meine Stirn zu halten. 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