{"id":8635,"date":"2020-06-20T02:17:54","date_gmt":"2020-06-20T07:17:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ask-a-muslim.com\/?p=8635"},"modified":"2020-06-27T22:54:13","modified_gmt":"2020-06-28T03:54:13","slug":"iman-yusuf-ex-katholikin-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ask-a-muslim.com\/de\/iman-yusuf-ex-katholikin-usa\/","title":{"rendered":"Iman Yusuf, Ex-Katholikin, USA"},"content":{"rendered":"<h3><strong>(teil 1 von 4)<\/strong><\/h3>\n<p>Die Konvertierung zum Islam von jedem Menschen ist immer ein Anlass zu Verwunderung und die gr\u00f6\u00dfte Gnade, die Allah denen zukommen l\u00e4\u00dft, die Er liebt. Aber in meinem Fall war es noch so viel mehr. Es war wirklich ein Wunder, alhamdulillah (aller Lobpreis geb\u00fchrt Gott).<\/p>\n<p>Noch bevor ich das Wort Islam \u00fcberhaupt gekannt hatte, oder was genau ein &#8222;Muslim&#8220; ist, hat Allah mich durch meine Fitrah (die von Gott gegebene nat\u00fcrliche Veranlagung) dazu geleitet, mit meinem Herzen und meinem Verstand herauszufinden, wie genau Er wollte, dass ich lebe. Es ist eine erstaunliche Geschichte und aller Lobpreis geb\u00fchrt Dem Einen, Der mich rechtgeleitet hat.<\/p>\n<p>Angefangen im Sommer 1981 wurde mir dieses Geschenk des Islam langsam \u00fcber einen Zeitraum von einem Jahr am tiefsten und herausforderndsten Punkt meines Lebens gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Ich wurde in den USA geboren und dort wuchs ich auch auf, meine Urgro\u00dfeltern allerdings stammten aus Deutschland und \u00d6sterreich.<br \/>\nIch war fromm r\u00f6misch-katholisch \u2013 fromm, was das Praktizieren und Glauben von ganzem Herzen angeht. Meine Ehe war ein Fehlschlag, haupts\u00e4chlich aufgrund der Tatsache, dass mein Mann nicht nur nicht katholisch, sondern auch noch Atheist war.<\/p>\n<p>Obgleich mich dies st\u00f6rte, war es kein Grund f\u00fcr ernsthafte Probleme in meiner Ehe gewesen, bis meine Tochter 1979 geboren wurde. Von diesem Punkt an wurde sie zu einer best\u00e4ndigen Quelle der Frustration und des Schmerzes.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend er mir erlaubte, sie zu taufen, war er nicht besonders davon angetan, sie irgendwie religi\u00f6s zu erziehen. Keine Diskussion ber\u00fchrte ihn oder erinnerte ihn daran, dass er bei unserer Hochzeit in der Kirche ein Papier unterschrieben hatte, wo er versprach, alle Kinder, die aus dieser Ehe geboren w\u00fcrden, als Katholiken zu erziehen.<\/p>\n<p>Er lehnte einfach die Vorstellung ab, dass sie an eine Gottheit glauben w\u00fcrde, und er fing an, sich nicht nur \u00fcber meinen Glauben lustig zu machen, sondern auch \u00fcber Gott.<\/p>\n<p>Ich vereinbarte ein Treffen mit einem Priester, den ich seit Jahren kannte, in der Hoffnung, er k\u00f6nne mich in dieser Angelegenheit beraten. Er spendete mir wenig Trost. Ich f\u00fchlte, dass er dieses Thema nicht so ernst nahm wie ich es tat.<\/p>\n<p>Er schien mehr darum besorgt zu sein, meine Ehe zu retten, als um das Thema des Glaubens meiner Tochter. Er konnte den Schmerz nicht nachvollziehen, den ich jedes Mal versp\u00fcrte, wenn mein Ehemann Gott verfluchte oder \u00fcber Ihn Witze machte.<\/p>\n<p>Auch verstand er nicht, wie vernichtend dies f\u00fcr meine Tochter sein w\u00fcrde, die eine f\u00fcrchterlich gemischte Botschaft erhalten w\u00fcrde, wenn sie aufwuchs. Ich f\u00fcrchtete den Tag, an dem mein Ehemann uns auch noch daran hindern w\u00fcrde, zur Kirche zu gehen.<\/p>\n<p>Irgendwie entgleiste unser Gespr\u00e4ch in eine andere Richtung, und wir fingen an, \u00fcber die Prinzipien des Katholizismus zu diskutieren. Obwohl ich mich jetzt nicht mehr so genau daran erinnere, stellte ich eine Frage \u00fcber die Trinit\u00e4t.<\/p>\n<p>Ich erhielt eine Standard-Antwort\u2026drei G\u00f6tter in einer g\u00f6ttlichen Person. Als ich weiter nachbohrte, wurde der Priester unruhig und informierte mich dar\u00fcber, dass ich, wenn ich solche Fragen stellen w\u00fcrde, wohl \u00fcberhaupt keinen Glauben bes\u00e4\u00dfe.<\/p>\n<p>Obgleich ich seine Reaktion heute verstehe \u2013 sie kam aufgrund der Tatsache, dass er keine bessere Erkl\u00e4rung f\u00fcr dieses &#8222;Mysterium&#8220; geben konnte als ich \u2013 war ich damals schockiert und verletzt.<\/p>\n<p>Ich f\u00fchlte mich, als w\u00e4re ich buchst\u00e4blich von der Kirche ausgesto\u00dfen worden. Mit einer unschuldigen Frage und dem Wunsch, Gott n\u00e4her zu kommen, wurde ich zu einer Person abgestempelt, die gar keinen Glauben hat.<\/p>\n<p>Ich beeilte mich, auszutreten und dachte lange und tiefgr\u00fcndig \u00fcber die Bemerkungen des Priesters nach. Ich wollte seine Meinung von mir einfach nicht akzeptieren. Ich wu\u00dfte, dass ich eine Person mit starkem Glauben und Gottvertrauen war, und kein Mensch konnte mich vom Gegenteil \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Aber von jenem Augenblick an betrachtete ich mich nicht mehr als Katholikin. Es gab so viel Unruhe in der Kirche, und die Menschen verlie\u00dfen die Kirche in Scharen. Obwohl ich es mir nie h\u00e4tte vorstellen k\u00f6nnen, war ich pl\u00f6tzlich einer von ihnen.<\/p>\n<p>Ohne zur\u00fcckzublicken begann ich, nach der Wahrheit zu suchen. Ich versuchte kurz, die Bibel zu lesen und zu studieren \u2013 ein Buch, von dem ich erstaunlich wenig Wissen hatte. Katholiken konzentrieren sich mehr auf den Katechismus der Kirche als auf Bibellesungen.<\/p>\n<p>Ich fand die Bibel schwer zu verstehen, unzusammenh\u00e4ngend, und mit wenig Rechtleitung dar\u00fcber, wie ich mein t\u00e4gliches Leben f\u00fchren sollte. Sie schien mir eher wie ein Buch voller Geschichten.<\/p>\n<p>In der Hoffnung, mich geirrt zu haben, nahm ich Kontakt zu einer ans\u00e4ssigen christlichen Kirche auf und fragte, ob ich an relig\u00f6sen Unterrichtsstunden teilnehmen d\u00fcrfe. Meine erste Teilnahme war auch meine letzte. Sie waren evangelisch und und konzentrierten sich stark auf das Sprechen mit &#8222;Zungen&#8220; und das Erhalten des &#8222;Geschenks&#8220; des Heiligen Geistes.<\/p>\n<p>Das war einfach zu weit entfernt f\u00fcr mich. Ich brauchte eine Religion, die ich durchgehend in meinem Herzen behalten konnte, nicht etwas, bei dem ich mit Geistern und toten Sprachen jonglieren musste.<\/p>\n<p>Daraufhin wandte ich mich dem Judentum zu, von dem mir immer erz\u00e4hlt worden war, sie sei die &#8222;wahre&#8220; und erste Religion des Menschen. Bald schon fand ich mich auch aus diesem Club ausgesto\u00dfen, da ich nicht von einer j\u00fcdischen Mutter geboren war.<\/p>\n<p>Obwohl eine Konversion m\u00f6glich war, wird diese von den Juden selbst nicht anerkannt, insbesondere von den orthodoxen. Desweiteren war es diese Vorstellung der Juden, dass sie das auserw\u00e4hlte Volk Gottes seien, der mir Schwierigkeiten bereitete.<\/p>\n<p>Ich konnte mir keinem Gott vorstellen, der seine Religion nur f\u00fcr diejenigen erreichbar macht, die in sie hineingeboren wurden und dann ohne R\u00fccksicht auf ihre Taten \u2013 gut oder schlecht, sollten nur die Menschen aufgrund ihres Geburtsrechts im Himmel zugelassen sein. Es schien nicht gerecht zu sein, und ich war mir sicher, dass Gott nichts anderes als gerecht ist.<\/p>\n<p>Und so begann ein Wirbelwind der Erforschung einer jeden Religion, die ich finden konnte. Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, Konfuzius, Hare Krishna\u2026ich studierte sie alle und lehnte sie immer schneller ab. Ich betrachtete alles, au\u00dfer dem Islam. Ich wu\u00dfte nicht einmal, dass er existierte.<\/p>\n<p>Und ich verstand auch den Grund aus dem Allah mir gestattete, erst andere Glaubensrichtungen zu erforschen. Denn als ich dann schlie\u00dflich den Islam fand, war ich 100% sicher, dass es die richtige Religion war.<\/p>\n<p>An diesem Punkt war ich sehr deprimiert. Ich befand mich mitten in der Scheidung und lebte wieder zuhause, f\u00fcr meinen kranken Gro\u00dfvater sorgend. Meine geliebte Gro\u00dfmutter, meine beste Freundin auf der Welt und die einzige wahre &#8222;Mutter&#8220;, die ich je gekannt hatte, war im vergangenen Winter unerwartet verstorben, und meine Mutter interessierte sich nicht f\u00fcr meine Suche nach Erleuchtung. Ich f\u00fchlte mich so allein.<\/p>\n<p>Ich versuchte, die R\u00fcckkehr zum Vollzeit-Kollege, eine aktive Tochter, einen kranken Gro\u00dfvater, Haushalt und das schlimmste von allem, die Entfernung von Gott, unter einen Hut zu kriegen. Ich hatte keine Vorstellungen mehr \u00fcbrig, nur die Gewissheit, dass es einen Gott gibt. Ich war ein wei\u00dfes Blatt.<\/p>\n<p>Jede vorige Vorstellung von Gott hinweggefegt, au\u00dfer der Sicherheit, dass Er existiert, und darauf allein aufbauend, betete ich zu Ihm, immer wieder, und ich flehte immer um Seine Rechtleitung.<\/p>\n<p>\u00dcber eine qu\u00e4lende Periode von einigen Monaten hinweg versuchte ich auf meiner Reise, Ihn zu finden, logisch zu denken. Wenn es einen Gott gab, dachte ich, dann besa\u00df Er mit Sicherheit Seine eigene Art und Weise, auf die Er von uns wollte, dass wir Ihn kennen.<\/p>\n<p>Eine Art, nach der wir Ihn wahrhaftig anbeten und Verbindung zu Ihm aufnehmen konnten, indem wir Ihn zu einem konstanten Teil unseres t\u00e4glichen Lebens machten, nicht nur zu etwas, das einmal w\u00f6chentlich unternommen und f\u00fcr den Rest an die Seite gelegt wird.<\/p>\n<p>Aber vor allem sagte ich zu mir selbst, Ein Gott, Ein Weg. Alle diese Religionen hatten einen Anspruch auf Gott, allerdings verschiedene Wege. Nein, ich konnte nicht akzeptieren, dass es andere Wege zu Gott geben kann, als nur einen. Ich mu\u00dfte nur diesen einen Weg finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\n<strong>(teil 2 von 4)<\/strong><\/h3>\n<p>Ferner kam ich zum Schluss, dass der Weg Gottes f\u00fcr alle Menschen sein m\u00fcsse, f\u00fcr alle Zeiten. Keiner ist besonders, keiner auserw\u00e4hlt und keiner ausgeschlossen. Weder von denen, die jetzt leben, noch von denen, die vor uns dahingegangen sind, noch diejenigen, die uns nachfolgen werden.<\/p>\n<p>Ich konnte nicht an einen gn\u00e4digen Gott glauben, Der Seine Religion nicht f\u00fcr die gesamte Menschheit bekannt gemacht h\u00e4tte. Irgendwie, ganz am Anfang, bei der Sch\u00f6pfung Adams, musste es ein &#8222;Geheimnis&#8220; geben. Irgendetwas, das ich ganz am Anfang \u00fcbersehen hatte, war der Schl\u00fcssel zu allem.<\/p>\n<p>Es gab Probleme in meiner Familie. Mein Bruder, der j\u00fcnger war als ich, war bereits Alkoholiker. Er war mental instabil und neigte zu Wutanf\u00e4llen. Meine Mutter schlug sich aber bei jeder Konfrontation immer auf seine Seite. Ich war au\u00dferordentlich gestresst. Ich musste das Kollege verlassen, weil ich mich nicht richtig auf meine Studien konzentrieren konnte.<\/p>\n<p>Ich haste auch, meine Tochter im Kindergarten lassen zu m\u00fcssen, um am Unterricht teilzunehmen. Ich wollte ganz f\u00fcr sie da sein. Meinem Gro\u00dfvater ging es Tag f\u00fcr Tag schlechter \u2013 eines Morgens nachdem meine Mutter zur Arbeit gegangen war, setzte er seinen Sessel in Brand, weil seine Zigarre zwischen die Sessel gefallen war.<\/p>\n<p>Ich dachte, ich tr\u00e4ume, als ich den Rauchmelder des Hauses brummen h\u00f6rte. Selbst der bei\u00dfende Geruch des Rauchs weckte mich nicht auf. Die &#8222;Mommy, Mommy&#8220; \u2013 Rufe meiner Tochter aus ihrem Kinderzimmer holten mich schlie\u00dflich aus dem Bett.<\/p>\n<p>Ich \u00f6ffnete die T\u00fcr meines Schlafzimmers zu einem Haus voller Rauch. Ich nahm sie aus dem Bettchen, weckte meinen Bruder und wir verlie\u00dfen das Haus. Die Feuerwehr kam, aber zu der Zeit hatte mein Bruder bereits den glimmenden Sessel in den Hof getragen.<\/p>\n<p>Er hatte erst meinen Gro\u00dfvater aus dem Weg r\u00e4umen m\u00fcssen, denn er sa\u00df davor auf dem Boden und versuchte, den Sessel zu l\u00f6schen, indem er den Stuhl mit einer Messlatte schlug. Es war offensichtlich, dass mein Gro\u00dfvater jetzt mehr Aufsicht ben\u00f6tigte, als jeder von uns leisten konnte.<\/p>\n<p>Da fing meine Mutter an, ernsthaft daran zu denken, ihn in ein Pflegeheim zu schicken. Und so wurden meine &#8222;Dienste&#8220; nicht mehr gebraucht. Sie teilte mit unmissverst\u00e4ndlich mit, dass ich ausziehen m\u00fcsse. Es gab keinen Platz mehr in ihrem Leben f\u00fcr mich oder meine Tochter&#8230;<\/p>\n<p>Ohne Gro\u00dfvater, um den sich gek\u00fcmmert werden muss, und mit meinem Bruder, der sich meistens au\u00dferhalb betrank, fand meine Mutter, dass sie mehr Zeit mit ihrem Freund verbringen wolle. Sie f\u00fchlte, es sei an der Zeit, &#8222;das Leben zu leben, das sie wollte&#8220;.<\/p>\n<p>Ich war geschockt. Mein Ehemann und ich waren noch im Prozess der Scheidung. Ich konnte keine Sozialunterst\u00fctzung erhalten, weil ich noch mit ihm verheiratet war. Wenn ich es versucht h\u00e4tte, h\u00e4tten sie sich zuerst wegen dem Unterhalt an ihn gewendet \u2013 etwas von dem ich keinen Penny je sah.<\/p>\n<p>Er drohte mir, wenn ich versuchte, Unterhalt f\u00fcr unsere Tochter von ihm zu erhalten, dann w\u00fcrde er um das Sorgerecht k\u00e4mpfen. Seine Freundin stand hinter ihm, dr\u00e4ngte ihn noch. Ich wu\u00dfte nicht, wie ich \u00fcberleben sollte, bis ich eine Arbeit fand. Und dies bedeutete wieder, mein Kind in einen Kindergarten zu stecken.<\/p>\n<p>Es war be\u00e4ngstigend, sich so allein zu f\u00fchlen und ohne L\u00f6sung in Aussicht. Ich fing an, mich zu f\u00fchlen, als sei ich die einzige gesunde Person zwischen lauter Irren, auch wenn ich auch das manchmal anzweifelte.<\/p>\n<p>Ich f\u00fchlte mich, wie ein quadratischer Pfeiler, der in ein rundes Loch geh\u00e4mmert wurde. Ich schien einfach nicht in die Familie zu passen, seitdem meine Gro\u00dfmutter verstorben war und ich wurde langsam aus ihrer Einheit ausgesto\u00dfen. Verzweifelt wandte ich mich wieder zu Gott und flehte um Antworten auf meine Probleme.<\/p>\n<p>Eines Tages befand ich mich allein zuhause. Meine Tochter war mit ihrem Vater und meine Mutter und mein Bruder waren woanders. In der Stille meines Schlafzimmers hatte ich das starke Bed\u00fcrfnis zu beten. Aber wie ? Ich stand in der Mitte des Raumes und wusste nicht einmal, wo ich beginnen sollte.<\/p>\n<p>Ich stand, als w\u00fcrde ich horchen, versuchen, etwas Rechtleitung in dieser einfachen Angelegenheit des Gebets zu erhalten. Mir kam die Idee, wenn ich mit Gott sprach, dann musste ich rein sein. Wie von einer fremden Kraft getrieben, eilte ich ins Badezimmer um zu duschen. Ich duschte mich vom Kopf bis zu den Zehen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in meinem Zimmer stand ich wieder, auf etwas wartend \u2013 oder auf jemanden \u2013 der mir sagte, was ich als n\u00e4chstes tun solle. Wieder wurde ich zu der Antwort gef\u00fchrt \u2013 ich f\u00fchlte das Bed\u00fcrfnis, mich zu bedecken \u2013 vollst\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Ein lang\u00e4rmliges, kn\u00f6chellanges Kleid anzuziehen, reichte nicht. Ich f\u00fchlte, ich m\u00fcsse meine Haare ebenfalls bedecken. Ich wickelte ein langes Tuch um meinen Kopf und starrte in den Spiegel \u2013 ich war zufrieden mit meiner Erscheinung. Und auch wenn ich keine Vorstellung davon besa\u00df, was ein Muslim ist oder wie er sich bekleidet, trug ich da im Grunde das Hijab.<\/p>\n<p>Jeder, der den Islam kennt, h&#8217;tte gedacht, ich sei ein Muslim, der sich auf das Gebet vorbereitet. Aber gepriesen sei Gott, zu jener Zeit wusste ich \u00fcberhaupt nichts vom Islam.<\/p>\n<p>So hatte ich mich f\u00fcr das Gebet gekleidet und hatte noch immer keine Vorstellung davon, was ich als n\u00e4chstes tun solle. Ich drehte mich zum Fenster und stand einfach da, schaute nach draussen in den sonnigen Tag. Was nun? Ich wollte nicht knien &#8211; das war zu sehr wie in der Kirche.<\/p>\n<p>Ich wollte mich dem\u00fctig zeigen vor Ihm, suchte eine Stellung, die meine vollst\u00e4ndige Unterw\u00fcrfigkeit zu meinem Sch\u00f6pfer ausdr\u00fcckte (merke dir das Wort Unterw\u00fcrfigkeit \u2013 das ist wichtig). Die einzige Idee die ich hatte, war mich flach auf den Boden zu legen.<\/p>\n<p>Wieder kamen Bilder aus der Kirche in den Sinn, wenn sogenannte Priester und Nonnen ihren Eid ablegten, flach auf dem Boden liegend, die Arme zu den Seiten ausgebreitet, im Grunde die Form eines Kreuzes. So sehr ich mich auch vor meinem Sch\u00f6pfer dem\u00fctig zeigen wollte, ich wusste einfach nicht, wie ich es tun sollte.<\/p>\n<p>Letztendlich kam ich auf den Gedanken, dass ich mich auf meine Knie niederknien und mein Gesicht auf den Boden legen musste. Bevor ich dies allerdings tat, dachte ich, der Boden sei vielleicht nicht sauber genug, obwohl mein Schlafzimmer sauber war, f\u00fchlte ich den Bedarf, mich auf etwas Reinem niederzuwerfen.<\/p>\n<p>Neben mir auf dem Bett meiner Tochter war ein kleines Deckchen, das ich f\u00fcr ihren Kinderwagen geh\u00e4kelt hatte. Sie hatte, wie ich sp\u00e4ter feststellte, genau die gleiche Gr\u00f6\u00dfe wie ein islamischer Gebetsteppich. Und es war gerade frisch gewaschen! Da nahm ich das Deckchen und legte es vor mir auf den Teppich.<\/p>\n<p>Und erstaunlicherweise lernte ich sp\u00e4ter, dass dies genau die Richtung der Kabah war, der Richtung in die die Muslime beten. Befriedigt, dass alles gut war, lie\u00df ich mich auf die Knie fallen, dann lie\u00df ich meinen Oberk\u00f6rper auf meine H\u00e4nde nieder und legte mein Gesicht auf den Boden.<\/p>\n<p>Ich bekomme Tr\u00e4nen in den Augen und ein Schauer durchf\u00e4hrt mich, wenn ich mich an diesen Tag erinnere. Wenn ich mir mich selbst in diesem Zimmer vorstelle, in dieser Position und sehe, dass ich exakt genau wie eine Muslima bekleidet gewesen bin. Subhan Allah (Allah ist weit entfernt von jeglicher Unvollkommenheit) wie gnadenvoll Gott doch war, mir diesen Weg zu weisen!<\/p>\n<p>In dieser Position f[hlte ich, als h&#8217;tte ich eine Verbindung zu Gott, ich weinte und flehte Ihn an, wieder und wieder, mir den Weg zu zeigen, wie Er wollte, dass ich glaube&#8230; die Art wie ich Leben sollte.<\/p>\n<p>Die Tr\u00e4nen h\u00f6rten nicht auf. Ich f\u00fchlte mich schlie\u00dflich so, als h\u00e4tte ich an jenem Tag eine gro\u00dfe Wahrheit gefunden. Ich brauchte nur die Leerzeichen aufzuf\u00fcllen. Und dank der Rechtleitung und der Gnade meines gloreichen Herrn w\u00fcrde ich bald alle Antworten finden.<\/p>\n<p>Da meine Mutter noch immer an ein Pflegeheim f\u00fcr meinen Gro\u00dfvater dachte und ich noch immer gezwungen war, nach einem neuen Platz zum Leben zu suchen, kam Thanksgiving auf uns zu und ich war noch immer zuhause.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\n<strong>(teil 3 von 4)<\/strong><\/h3>\n<p>Meine Mutter war mit Reisevorbereitungen besch\u00e4ftigt und irgendwie verliefen die Tage nach au\u00dfen hin friedlich. Aber in meinem Inneren verga\u00df ich nicht einmal eine Minute lang mein Anliegen, meine Religion zu finden.<\/p>\n<p>Nach Thanksgiving begann die \u00fcbliche Vorweihnachtszeit, und ich wurde von einer Freundin eingeladen, an einer Versammlung von Kollegestudenten in einem Restaurant teilzunehmen. Wir waren eine gro\u00dfe Gruppe und beim Dinner sa\u00df ich neben einem Mann aus Nigeria, der an der Universit\u00e4t Pittsburgh an seinem Doktorgrad arbeitete.<\/p>\n<p>Ich war von seiner Kleidung fasziniert \u2013 einem nigerianischen nativen Gewand &#8211; sein Kopf war von etwas bedeckt, das aussah wie eine gr\u00f6\u00dfere Version von einer j\u00fcdischen Yarmulke. Er besa\u00df ein freundliches Gesicht und ein strahlendes L\u00e4cheln und wir begannen, \u00fcber Schule zu reden.<\/p>\n<p>Als es darum ging, das Dinner zu bestellen, fragte er, ob ich ihm mit dem Menu helfen k\u00f6nne. &#8222;Ich kann kein Schweinefleisch und keinen Alkohol nehmen&#8220;, erkl\u00e4rte er mir, und ich stimmte froh zu. Nachdem wir unsere Essen bestellt hatten, fragte ich ihn, warum er kein Schweinefleisch und keinen Alkohol konsumieren w\u00fcrde. &#8222;Wegen meiner Religion&#8220;, antwortete er l\u00e4chelnd.<\/p>\n<p>\u201cUnd welche Religion ist das?\u201d fragte ich weiter. \u201cIch bin Muslim\u201d, antwortete er.<\/p>\n<p>Lichter, Glocken und Pfeifen klangen in meinem Kopf. Das eine, von der ich noch nicht geh\u00f6rt hatte, wurde mir klar. Ich war sehr gespannt darauf, mehr zu h\u00f6ren. Nachdem ich bereits jede Religion unter der Sonne untersucht und erforscht hatte, wu\u00dfte ich ganz genau, was ich fragen wollte.<\/p>\n<p>\u201cSage mir bitte, wenn es dir nichts ausmacht, welches die die wesentlichen Glaubensgrunds\u00e4tze deiner Religion sind. Was w\u00fcrdest du sagen, beschreibt deine Religion am besten?\u201d Ohne zu z\u00f6gern l\u00e4chelte er wieder und sagte: &#8222;Wir glauben, es gibt nur einen Gott. Gott ist weder Teil einer Trinit\u00e4t, noch besitzt Er einen Sohn. Er hat keinen Teilhaber. Gott ist Einer.\u201d<\/p>\n<p>Es klang so einfach. Ich hatte kein Problem damit. Ich sagte ihm, das verstehe ich. Wieder l\u00e4chelte er. Dann fragte ich ihn, wie seine Religion zu Frauen steht. Wie war ihre Stellung seiner Ansicht nach?<\/p>\n<p>Da ich als Frau in einer Gesellschaft gelitten hatte, im der mir meine Religion nur wenig Rechtleitung \u2013 oder Respekt \u2013 f\u00fcr Frauen geliefert hatte, hielt ich den Atem an, als ich auf seine Antwort wartete. Ich wollte so sehr etwas h\u00f6ren, das mich zufrieden stellte!<\/p>\n<p>Wieder antwortete er schnell. &#8222;Frauen sind im Islam den M\u00e4nnern gleichgestellt. Sie haben im Grunde denselben Status und dieselben Verpflichtungen wie die M\u00e4nner. Und sie erhalten dieselbe Belohnung und dieselbe Strafe. Gleichberechtigt zu sein, bedeutet aber gleich zu sein.&#8220; M\u00e4nner und Frauen wurden unterschiedlich geschaffen. Sie sind gleich, aber verschieden.\u201d<\/p>\n<p>Ich wollte wissen, wie sich die Unterschiede bemerkbar machen. Er antwortete: &#8222;Bei der Ehe zum Beispiel&#8230; w\u00e4hrend eine muslimische Frau zahlreiche Rechte besitzt \u2013 vielleicht noch mehr, als der Ehemann \u2013 das v\u00f6llig f\u00fcr sie gesorgt wird, ist sie auch verpflichtet, ihrem Ehemann zu gehorchen.\u201d<\/p>\n<p>\u201cIhrem Ehemann gehorchen? Hmmmm. Was bedeutet das?&#8220; Er fing an zu lachen. &#8222;Es war klar, das er dies schon erwartet hatte. &#8222;Es bedeutet&#8220;, erkl\u00e4rte er geduldig, &#8222;dass wenn eine Entscheidung zum Wohl der Ehe oder der Familie getroffen warden muss, bei der der Mann seine Frau nicht um Rat oder um ihre Meinung fragen kann, dann liegt die letzte Entscheidung bei ihm.<\/p>\n<p>Sieh es mal so \u2013 als w\u00e4re die Ehe ein Schiff, das auf dem Meer segelt. Ein Schiff kann nur einen Kapit\u00e4n haben, der letztendlich f\u00fcr sein Wohlergehen verantwortlich ist. Ein Schiff mit zwei Kapit\u00e4nen w\u00fcrde sinken.\u201d<\/p>\n<p>Er lehnte sich an und wartete auf meine Antwort. Mir fiel kein Argument auf seine Aussage ein. Es war alles so sinnvoll. Ich hatte immertief in mir gef\u00fchlt, dass der Ehemann die letzte Verantwortung f\u00fcr die Familie \u00fcbernehmen m\u00fcsste. Ich war zufrieden \u2013 mehr als das \u2013 Freude verwandelte sich langsam in Aufregung , als ich immer weiter \u00fcber den Islam fragte.<\/p>\n<p>Alles, was er mir erz\u00e4hlte, machte vollkommen Sinn. Und mitten in dieser au-erordentlichen Freude und dem Frieden, den ich versp[rte, wunderte ich mich, warum ich noch nie zuvor etwas vom Islam geh\u00f6rt hatte. Subhan Allah, alles geschieht zu Allahs Zeit.<\/p>\n<p>Ich fragte ihn, wie ich mehr \u00fcber diese Religion lernen k\u00f6nnte, und er bot mir freundlich an, mich mit anderen Musliman von seiner Moschee bekannt zu machen, die mir einen Quran geben und alle meine Fragen beantworten w\u00fcrden, die ich habe. Er nahm meine Telefonnummer und versprach mir, mich anzurufen. Ich war aufgeregt. Ich konnte nicht warten! Das war am Freitag, den 3.Dezember 1982.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Montagmorgen befand ich mich auf den Stufen der \u00f6rtlichen B\u00fccherei und wartete darauf, dass sie \u00f6ffneten. Ich nahm jedes Buch \u00fcber den Islam, wovon es leider nur wenige gab, zu jener Zeit und sie waren leider auch nicht besonders akkurat, aber damals war mir das noch nicht bewusst.<\/p>\n<p>Als ich das erste Buch aufschlug, began die Einleitung: &#8222;Islam bedeutet die Ergebung unter den Willen Gottes\u2026&#8220; Erstaunlich! Da war das Wort &#8222;Ergebung&#8220;! Genau das Wort, das ich selbst benutzt hatte, bevor ich irgendetwas dar\u00fcber wusste.<\/p>\n<p>Ich wusste nur, dass vollst\u00e4ndige und g\u00e4nzliche Ergebung in Gottes Weg n\u00f6tig war, um Frieden zu finden. Genau in diesem Augenblick wusste ich, dass ich die Wahrheit gefunden hatte. Ich entlieh die B\u00fccher und wartete wie auf gl\u00fchenden Kohlen darauf, dass Ahmed \u2013 der nigerianische Mann \u2013 wieder Kontakt zu mir aufnehmen w\u00fcrde. Und wie versprochen, tat er das auch.<\/p>\n<p>Mir wurde die Nummer einer Moschee und ein Kontaktname gegeben. Vor Aufregung bebend, w\u00e4hlte ich und betete, dass jemand antworten w\u00fcrde. Und jemand meldete sich. Der Mann, der am Telefon war, sagte mir in einem ziemlich ausl\u00e4ndischen Akzent, dass der Mann, nach dem ich fragte, gerade nicht da war.<\/p>\n<p>Unersch\u00fctterlich erkl\u00e4rte ich ihm, dass ich sehr gerne mehr \u00fcber den Islam lernen wollte. Sofort hie\u00df er mich willkommen, gab mir die Adresse und lud mich ein, einfach vorbeizukommen, mit ihm zu sprechen und ein Quranexemplar zu erhalten.<\/p>\n<p>Ich war unsagbar aufgeregt. Ich machte einen Termin aus f\u00fcr sp\u00e4ter am Tag und bereitete mich und meine Tochter sorgf\u00e4ltig auf das Treffen vor.<\/p>\n<p>Ich muss jetzt lichen, wenn ich an diesen Tag denke. Ich wollte eine gute Erscheinung abgeben. Daher zog ich einen Hosenanzug an, lockte meine Haare, trug Make-up und Parfum auf und zog meiner einj\u00e4hrigen Tochter ihr s\u00fc\u00dfestes Kleid an!<\/p>\n<p>Ich wu-te, dass wir ein neues Leben anfingen. Meine Tochter und ich \u2013 zusammen \u2013 waren wir ein Team! Als ich ankam und das Geb\u00e4ude betrat, war die erste Person, die ich traf, eine muslimische Frau, die Niqab trug. Ich fand sie exotisch fremd aussehend und wundersch\u00f6n! Ich sagte ihr, dass ich dort war, um einen Mann mit dem Namen Abdul Hamid zu treffen.<\/p>\n<p>Sie wies mir freundlicherweise den Weg zu einem Treppenaufgang. &#8222;Sie werden ihn oben antreffen&#8220; sagte sie in perfektem Englisch, was mich erstaunte. Ich lernte also, dass der Islam keine &#8222;fremde&#8220; Religion war, sondern er ist die am schnellsten anwachsende Religion auf der Welt. Es gab so vieles, das ich noch nicht wusste. Aber eines war ich mir sicher: ich befand mich auf dem Richtigen Weg.<\/p>\n<p>Als ich das B\u00fcro betrat, wandten sich alle K\u00f6pfe in meine Richtung, dann senkten sich die Blicke. Keiner sah mir in die Augen. Aber jeder fing an zu l\u00e4cheln! Warmes, gl\u00fcckliches und aufrichtiges L\u00e4cheln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\n<strong>(teil 4 von 4)<\/strong><\/h3>\n<p>Ein Mann kam auf mich zu, sprach auf einer fremden Sprache. Sp\u00e4ter fand ich heraus, dass er sagte \u201cMascha\u2019Allah, mascha\u2019Allah\u201d als er kam, und er nahm meine Tochter aus meinen Armen. \u201cWie h\u00fcbsch sie ist\u201d, rief er aus und fuhr damit fort, sie den anderen vorzustellen.<\/p>\n<p>Aus irgendeinem Grund hatte ich keine Angst vor dieser fremden Person, die meine Tochter nahm. Er setzte sie oben auf den Tisch und gab ihr Kugelschreiber, Bleistifte und einen Tacker \u2013 alles von dem er dachte, dass es sie vergn\u00fcgen k\u00f6nnte, dabei lachte er und versuchte, sie zum Sprechen zu bringen. Die anderen M\u00e4nner versammelten sich ebenfalls um sie herum und schlie\u00dflich kam Abdul Hameed, um mich zu begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Ich reichte meine Hand, aber er tat so, als w\u00fcrde er sie nicht sehen \u2013 ah es gab noch so vieles, das ich \u00fcber die Umgangsformen zwischen den Geschlechtern im Islam lernen musste \u2013 und er fing an, mich zu fragen, wie ich den Islam entdeckt habe. Ich erz\u00e4hlte ihm kurz von Ahmed, dem Nigerianer, und er erl\u00e4uterte mir die Grundlagen des Islam.<\/p>\n<p>Es verging mindestens eine Stunde und dann gab er mir ein Exemplar des Qur\u00b4an, und riet mir, es nach Hause mit zu nehmen und zu duschen, bevor ich es \u00f6ffnete. Ich stimmte rasch zu. Er sagte, dass es gleich Zeit f\u00fcr das Gebet sei, daher m\u00fcsse er sich nun vorbereiten.<br \/>\nIch dankte ihm, jedoch hatte ich noch ein letztes Anliegen. Ich wollte gern das Gebet sehen. Da ich mit einem Atheisten verheiratet gewesen war, hatte ich gro\u00dfes Interesse daran, diese M\u00e4nner beten zu sehen. Ich f\u00fchlte immer, dass ein Mann kein wirklicher Mann war, solange er nicht zu Gott betete.<\/p>\n<p>Abdul Hamid sagte mir, ich k\u00f6nne das Gebet von der R\u00fcckseite der Moschee aus beobachten, aber bitte ohne Ger\u00e4usche zu machen. Wieder stimmte ich zu und wir gingen die Treppen hinunter, wo er mich an die R\u00fcckseite eines leeren Raumes, der nur mit sch\u00f6nen, \u00fcppigen Teppichen und einer Nische an der Wand, einen freien Platz zuwies. Diese Nische, so lernte ich, wies in die Richtung f\u00fcr das Gebet.<\/p>\n<p>Als ich die M\u00e4nner den Raum betreten sah, wurde ich von einem lauten Ger\u00e4usch aufgeschreckt. Allahu Akbar, Allahu Akbar! Als ich das h\u00f6rte, f\u00fchlte ich mich, als w\u00fcrde Eiswasser in meinen Venen zirkulieren. Es war, als ob mein ganzes Wesen von diesem lauten, gro\u00dfartigen Ruf aufgeweckt wurde.<\/p>\n<p>Obwohl ich kein Wort verstand, f\u00fchlte ich, dass er mich ansprach. Meine Augen f\u00fcllten sich mit Tr\u00e4nen und ich begann zu zittern. Ich kreuzte meine Arme und umschlang mich selbst; ein Versuch, mich zu w\u00e4rmen und zu beruhigen.<\/p>\n<p>Meine Tr\u00e4nen flossen, als ich die M\u00e4nner sich erst verbeugen und dann sich niederwerfen sah, genau wie ich es lange zuvor an jenem sonnigen Tag in meinem Schlafzimmer getan hatte. Ich war ehrf\u00fcrchtig. Ich war \u00fcberaus hingerissen und bewegt. Mehr als das\u2026ich war zuhause!<\/p>\n<p>Im Laufe der paar n\u00e4chsten Wochen traf ich mehr Muslime in der Moschee und nahm Lektionen in Islam. Ich fing an, islamische Bekleidung f\u00fcr mich zu n\u00e4hen, obwohl ich sie nur in meinem Schlafzimmer anzog, wenn ich versuchte, allein zu beten.<\/p>\n<p>Ich begann, mich zu ver\u00e4ndern. Ich h\u00f6rte auf, Alkohol zu trinken und weigerte mich, Schweinefleisch zu essen. Meine Pers\u00f6nlichkeit ver\u00e4nderte sich, ich wurde ruhiger und stiller. Meine Mutter fragte \u00fcber diese Ver\u00e4nderungen. Sie dachte, ich sei deprimiert. \u201eDu lachst gar nicht mehr\u201c, sagte sie. Ich versuchte, ihr zu erkl\u00e4ren, dass ich sehr gl\u00fccklich war \u2013 nur auf eine ruhigere Art.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich hatte ich den Mut, ihr \u00fcber den Islam zu erz\u00e4hlen. Ich zeigte ihr sogar dir Kleidung die ich gen\u00e4ht hatte und f\u00fchrte ihr ein Outfit vor. Sie wurde w\u00fctend. Sie hasste die Bekleidung von vornherein.<\/p>\n<p>Meine Mutter war immer eine High-Fashion Frau gewesen. Sie machte sich \u00fcber ihre Einfachheit und die Tatsache dass sie weit waren lustig. Sie dachte, sie sehen wie S\u00e4cke aus. Ihre unfreundlichen Bemerkungen verletzten mich, aber sie brachten mich nicht ab. Nichts w\u00fcrde mich vom Islam wegbringen.<\/p>\n<p>Mein letztes Weihnachten bevor ich die Schahada sagte, war ein Alptraum. Selbst w\u00e4hrend der Zeit wusste ich, dass dies Allahs Art und Weise war, mich aus dem Dunkel des falschen Glaubens mit keinen guten Erinnerungen scheiden zu lassen. Es waren trotzdem schwere Tage gewesen.<\/p>\n<p>Meine Mutter war b\u00f6se mit mir weil ich an dem Feiertag nicht teilnahm und mein Bruder, betrunken wie immer, zerst\u00f6rte in einem Wutanfall einige meiner Sachen und drohte, mich zu t\u00f6ten.<\/p>\n<p>Vorher hatte er mein Zimmer betreten und mich in meiner islamischen Bekleidung gesehen. Obwohl er nicht religi\u00f6s war \u2013 er ging nicht mal zur Kirche \u2013 war er ebenfalls w\u00fctend \u00fcber meinen Entschluss, Muslima zu werden. .<\/p>\n<p>Je mehr sie sich aufregten, desto sicherer wurde ich, dass ich das Richtige tat. Ich wollte einfach nicht l\u00e4nger die Leben leben, die sie f\u00fchrten.<br \/>\nNach ein paar Monaten sprach ich mein Glaubensbekenntnis. An einem Freitagabend im Fr\u00fchling wurde ich Muslima. Dankbar und dem\u00fctig nahm ich das Geschenk des Islam an.<\/p>\n<p>Meine Mutter bestand darauf, dass ich ihr Haus verlasse. Aber Allah hat in Seiner unendlichen Gnade ein Heim f\u00fcr mich vorbereitet. An dem Abend, an dem ich die Schahada ausgesprochen habe, bot mir ein \u00e4gyptischer Mann, der Zeuge gewesen war, die Ehe an.<\/p>\n<p>Mein Wali (Vertreter) \u2014 der Mann, der mir bei meinem ersten Besuch in der Moschee meine Tochter vom Arm genommen hatte \u2013 fragte nach meiner Meinung. Meine einzige Sorge war, ob er ein guter Gl\u00e4ubiger war. Mein Wali hatte es bereits \u00fcberpr\u00fcft und er war es.<\/p>\n<p>Innerhalb von 10 Tagen war ich verheiratet und lebte mit meiner Tochter in meinem neuen Heim mit meinem Ehemann. Er erzog meine Tochter wie seine eigene und alhamdulillah, wir bekamen danach noch zwei S\u00f6hne.<\/p>\n<p>Das ist nun \u00fcber 26 Jahre her und dass ich damit gesegnet worden bin, mein Leben als Muslima zu leben. Die Jahre sind so schnell vergangen. Sie sind nicht immer leicht gewesen, aber sie waren nichtsdestotrotz voller Segen.<\/p>\n<p>Allah pr\u00fcft diejenigen, die Er liebt, aber wie Er im Qur\u00b4an sagt: \u201ewahrlich, mit der Drangsal geht Erleichterung (einher)\u201c. Und das hat sich als wahr erwiesen.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit lebt meine Mutter \u2013 die sich zuvor von mir viele Jahre lang distanziert hatte \u2013 mit mir in einem islamischen Land und tr\u00e4gt freiwillig Hijab. Ich hege die Hoffnung, dass auch sie den Islam annehmen wird, inschaAllah (wenn Allah will).<\/p>\n<p>Trotz der schweren Zeiten kann ich mir nicht vorstellen, mein Leben anders zu leben. Ich danke Allah jeden Tag f\u00fcr Seine Rechtleitung und f\u00fcr diese wunderbare Reise aus dem Dunkel in das Licht des Islam.<\/p>\n<p>La conversion \u00e0 l\u2019islam par n\u2019importe quelle personne cause toujours la surprise. Il s\u2019agit pourtant de la plus grande b\u00e9n\u00e9diction qu\u2019Allah puisse apporter \u00e0 ceux qu\u2019Il aime. Mais dans mon cas, c\u2019\u00e9tait plus, encore : c\u2019\u00e9tait un v\u00e9ritable miracle, alhamdoulillah (gloire \u00e0 Dieu).<\/p>\n<p>Avant m\u00eame que je ne connaisse le mot \u00ab islam \u00bb ou que je sache ce qu\u2019\u00e9tait un \u00ab musulman \u00bb, Allah m\u2019avait guid\u00e9e, par ma fitrah (nature inn\u00e9e donn\u00e9e par Dieu \u00e0 chaque \u00eatre humain), \u00e0 d\u00e9duire, \u00e0 comprendre \u2013 avec mon c\u0153ur et mon esprit \u2013 de quelle mani\u00e8re Il souhaitait que je vive ma vie. Je crois qu\u2019il s\u2019agit d\u2019une histoire incroyable et toutes les louanges sont dues \u00e0 Celui qui m\u2019a guid\u00e9e.<\/p>\n<p>L\u2019islam, ce cadeau de Dieu, me fut pr\u00e9sent\u00e9 au d\u00e9but de l\u2019\u00e9t\u00e9 1981 et \u00e9tal\u00e9, petit \u00e0 petit, sur plus d\u2019une ann\u00e9e, au cours de la p\u00e9riode la plus difficile de ma vie.<\/p>\n<p>Je suis n\u00e9e et j\u2019ai grandi aux \u00c9tats-Unis, mais mes arri\u00e8re-grands-parents \u00e9taient originaires d\u2019Allemagne et d\u2019Autriche.<\/p>\n<p>J\u2019\u00e9tais une fervente catholique \u2013 fervente en ce sens o\u00f9 je pratiquais pleinement ma religion et j\u2019y croyais de tout mon c\u0153ur. Mon mariage battait de l\u2019aile, principalement \u00e0 cause du fait que mon mari \u00e9tait non seulement non-catholique, mais aussi ath\u00e9e.<\/p>\n<p>M\u00eame si son incroyance me d\u00e9rangeait, au fond, elle ne nous causa pas de r\u00e9els probl\u00e8mes\u2026 jusqu\u2019\u00e0 la naissance de ma fille, en 1979. \u00c0 partir de ce moment, cela devint une constante source de frustration et de douleur.<\/p>\n<p>Bien que mon mari me donna la permission de faire baptiser notre fille, il n\u2019aimait pas du tout l\u2019id\u00e9e de l\u2019\u00e9lever au sein d\u2019une religion, quelle qu\u2019elle f\u00fbt. Aucun argument ne pouvait le convaincre et il refusa d\u2019honorer la promesse faite lors de notre mariage, alors qu\u2019\u00e0 l\u2019\u00e9glise m\u00eame, il avait sign\u00e9 un papier acceptant que tout enfant n\u00e9 de notre union serait \u00e9lev\u00e9 en tant que catholique.<\/p>\n<p>Il s\u2019obstina donc dans son refus de voir notre fille grandir tout en croyant \u00e0 une divinit\u00e9 et alla jusqu\u2019\u00e0 se moquer de mes croyances, et m\u00eame de Dieu.<\/p>\n<p>Je pris rendez-vous avec un pr\u00eatre que je connaissais depuis des ann\u00e9es, esp\u00e9rant de judicieux conseils de sa part. Je fus d\u00e9\u00e7ue, car manifestement, il ne prenait pas la chose aussi au s\u00e9rieux que moi. Il semblait plus soucieux de sauver mon mariage que de faire en sorte que ma fille devienne une bonne catholique et il peinait \u00e0 comprendre la douleur qui m\u2019\u00e9treignait chaque fois que mon mari se moquait de Dieu ou Le maudissait. Il ne semblait pas non plus comprendre \u00e0 quel point la situation pouvait \u00eatre dangereuse, pour ma fille, qui grandirait dans un \u00e9tat de confusion totale, d\u00e9chir\u00e9e entre ses deux parents. Je lui fis \u00e9galement part de mes craintes qu\u2019un jour, il aille jusqu\u2019\u00e0 nous interdire, \u00e0 ma fille et \u00e0 moi, de fr\u00e9quenter l\u2019\u00e9glise.<\/p>\n<p>Tout en discutant, nous fin\u00eemes par changer de sujet et abord\u00e2mes celui des principes du catholicisme. Ce qui m\u2019amena \u00e0 lui poser une question sur la trinit\u00e9.<\/p>\n<p>Je re\u00e7us, \u00e9videmment, la r\u00e9ponse classique : trois divinit\u00e9s en une. Mais lorsque j\u2019insistai pour qu\u2019il me clarifie la chose, il s\u2019\u00e9nerva et me dit que si je me posais de telles questions, c\u2019est que je n\u2019avais aucune foi. Bien que je comprenne, maintenant, sa r\u00e9action d\u2019alors \u2013 qui \u00e9tait due au fait qu\u2019il n\u2019avait aucune explication \u00e0 donner sur ce \u00ab myst\u00e8re \u00bb \u2013 sur le coup, je fus choqu\u00e9e et profond\u00e9ment bless\u00e9e. Je me sentis comme si je venais d\u2019\u00eatre expuls\u00e9e de l\u2019\u00c9glise. \u00c0 cause d\u2019une simple question, par laquelle je souhaitais me rapprocher de Dieu, on m\u2019accusait de n\u2019avoir point de foi.<\/p>\n<p>Je quittai rapidement ces lieux et m\u00e9ditai longuement sur les paroles du pr\u00eatre. Je refusais d\u2019accepter ce jugement sur ma personne; je savais, tout au fond de moi, que ma foi \u00e9tait profonde et ma confiance en Dieu, in\u00e9branlable, et qu\u2019aucun \u00eatre humain ne pouvait me convaincre du contraire.<\/p>\n<p>Mais \u00e0 partir de cet instant, je ne me consid\u00e9rai plus comme catholique. Il y avait beaucoup de tourmente, au sein de l\u2019\u00c9glise, \u00e0 cette \u00e9poque, et les gens quittaient le catholicisme par milliers. Alors que je n\u2019aurais jamais imagin\u00e9 \u00eatre l\u2019une d\u2019eux, ce fut le cas.<\/p>\n<p>Sans un regard en arri\u00e8re, je me mis en qu\u00eate de la v\u00e9rit\u00e9. Je tentai, bri\u00e8vement, de lire et d\u2019\u00e9tudier la Bible, un livre sur lequel je poss\u00e9dais, \u00e9tonnamment, tr\u00e8s peu de connaissances. Car les catholiques se concentrent plus sur le cat\u00e9chisme que sur la Bible. Je trouvai la Bible difficile \u00e0 comprendre, d\u00e9cousue et contenant tr\u00e8s peu de conseils sur la fa\u00e7on de mener ma vie quotidienne en tant que croyante. Ce livre m\u2019apparaissait surtout comme un livre d\u2019histoire.<\/p>\n<p>Esp\u00e9rant toutefois me tromper, au sujet de la Bible, je contactai une \u00e9glise locale et demandai si je pouvais assister \u00e0 leurs le\u00e7ons religieuses hebdomadaires. Je n\u2019y allai qu\u2019une fois. C\u2019\u00e9taient des \u00e9vang\u00e9listes, dont les le\u00e7ons se r\u00e9sumaient principalement \u00e0 recevoir le \u00ab cadeau \u00bb du Saint-Esprit.<\/p>\n<p>J\u2019avais besoin d\u2019une religion qui serait constamment pr\u00e9sente dans mon c\u0153ur, pas de s\u00e9ances qui rappelaient plus l\u2019\u00e9sot\u00e9risme que le christianisme.<\/p>\n<p>Puis, je me tournai vers le juda\u00efsme, dont on m\u2019avait toujours dit qu\u2019il \u00e9tait la \u00ab vraie \u00bb et toute premi\u00e8re religion de l\u2019homme. Mais je me retrouvai vite exclue de ce groupe, car je n\u2019\u00e9tais pas n\u00e9e de m\u00e8re juive. M\u00eame si une conversion \u00e9tait th\u00e9oriquement possible, la majorit\u00e9 des juifs, surtout les orthodoxes, n\u2019acceptaient pas les convertis. Et c\u2019est justement cette croyance voulant que les juifs soient le peuple \u00e9lu de Dieu qui me troublait profond\u00e9ment. Je ne pouvais imaginer un Dieu qui rendrait Sa religion accessible seulement \u00e0 ceux qui sont n\u00e9s en son sein et qui, en d\u00e9pit de leurs actions, bonnes ou mauvaises, les ferait entrer au Paradis sur la seule base de leur g\u00e9n\u00e9tique. Cela m\u2019apparaissait injuste et j\u2019\u00e9tais convaincue que Dieu ne pouvait Se montrer injuste en aucune circonstance.<\/p>\n<p>C\u2019est alors que je me mis \u00e0 \u00e9tudier toutes les religions que je pus trouver. L\u2019hindouisme, le bouddhisme, le tao\u00efsme, les krishna\u2026 je les \u00e9tudiai toutes et les rejetai toutes l\u2019une apr\u00e8s l\u2019autre. J\u2019\u00e9tudiai pratiquement toutes les religions\u2026 sauf l\u2019islam. En fait, je n\u2019en connaissais m\u00eame pas l\u2019existence.<\/p>\n<p>Et je comprends, maintenant, la raison pour laquelle Allah me fit d\u2019abord \u00e9tudier toutes ces religions : de sorte que lorsque je trouverais l\u2019islam, je saurais avec certitude qu\u2019il s\u2019agit de la seule vraie religion, de la v\u00e9rit\u00e9.<\/p>\n<p>\u00c0 cette \u00e9poque de ma vie, je sombrai dans la d\u00e9pression. Je vivais un divorce difficile et j\u2019\u00e9tais retourn\u00e9e habiter \u00e0 la maison, o\u00f9 je prenais soin de mon grand-p\u00e8re malade. Ma ch\u00e8re grand-m\u00e8re, ma meilleure amie en ce monde et la seule \u00ab m\u00e8re \u00bb que j\u2019avais jamais connue \u00e9tait d\u00e9c\u00e9d\u00e9e de mani\u00e8re subite l\u2019hiver pr\u00e9c\u00e9dent et je n\u2019entretenais pas une relation tr\u00e8s \u00e9troite avec ma propre m\u00e8re. Je me sentais terriblement seule.<\/p>\n<p>J\u2019essayais de jongler avec un retour aux \u00e9tudes \u00e0 temps plein, avec l\u2019\u00e9ducation de ma fille, les soins apport\u00e9s \u00e0 mon grand-p\u00e8re malade, une maison \u00e0 entretenir et, le pire de tout, un certain \u00e9loignement de Dieu. Je ne croyais plus en aucune religion, seule demeurait ma croyance en l\u2019existence de Dieu. Mon compteur \u00e9tait \u00e0 z\u00e9ro.<\/p>\n<p>Toute notion de Dieu apprise par le pass\u00e9 avait \u00e9t\u00e9 effac\u00e9e de ma m\u00e9moire, sauf la certitude de Son existence. Et sur la base de cette certitude, je priai et priai encore, Le suppliant de me guider.<\/p>\n<p>Quelques difficiles mois plus tard, je me dis qu\u2019il me fallait r\u00e9fl\u00e9chir de mani\u00e8re logique; comme Dieu existait bel et bien, Il devait bien avoir Sa fa\u00e7on unique de Se manifester \u00e0 nous, de se faire conna\u00eetre de nous. Et il devait bien y avoir un moyen par lequel l\u2019homme pouvait L\u2019adorer et \u00e9tablir une connexion avec Lui, tout en faisant de Lui une partie int\u00e9grante de son quotidien plut\u00f4t que de ne L\u2019adorer qu\u2019une fois par semaine pour L\u2019oublier le reste du temps.<\/p>\n<p>Mais par-dessus tout, je me disais que s\u2019il n\u2019y avait qu\u2019un Dieu, il ne pouvait y avoir qu\u2019une bonne voie \u00e0 suivre. Toutes les religions pr\u00e9tendent mener \u00e0 Dieu, mais toutes suivent des voies diff\u00e9rentes. Pour ma part, je ne pouvais accepter l\u2019id\u00e9e voulant que plus d\u2019un chemin m\u00e8ne \u00e0 Dieu. Il ne pouvait y en avoir qu\u2019un et il me fallait le trouver.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\n<strong>(partie 2 de 4)<\/strong><\/h3>\n<p>En r\u00e9fl\u00e9chissant, j\u2019\u00e9tais venue \u00e0 la conclusion que la voie de Dieu devait \u00eatre applicable en tous lieux et en tout temps et s\u2019adresser \u00e0 tous les \u00eatres humains. Nul n\u2019\u00e9tait \u00ab sp\u00e9cial \u00bb ou \u00ab \u00e9lu \u00bb et nul ne pouvait \u00eatre exclu de la religion de Dieu.<\/p>\n<p>Je ne pouvais accepter l\u2019id\u00e9e d\u2019un Dieu mis\u00e9ricordieux qui n\u2019aurait pas fait en sorte que Sa v\u00e9rit\u00e9 soit connue depuis le d\u00e9but des temps. D\u2019une certaine fa\u00e7on, depuis la cr\u00e9ation d\u2019Adam, il devait bien y avoir un \u00ab secret \u00bb que je n\u2019avais pas encore d\u00e9couvert, \u00e0 c\u00f4t\u00e9 duquel j\u2019\u00e9tais pass\u00e9e depuis le tout d\u00e9but et qui constituait la clef du probl\u00e8me.<\/p>\n<p>Il y avait beaucoup de probl\u00e8mes au sein m\u00eame de ma famille. Mon fr\u00e8re cadet \u00e9tait alcoolique, mentalement instable et sujet \u00e0 des crises de col\u00e8re. Et ma m\u00e8re prenait toujours pour lui lorsqu\u2019il se chamaillait avec l\u2019un de nous. J\u2019\u00e9tais excessivement stress\u00e9e, tellement, en fait, que je dus laisser tomber mes cours, au coll\u00e8ge, car je n\u2019arrivais plus \u00e0 me concentrer.<\/p>\n<p>Par ailleurs, je d\u00e9testais le fait de devoir laisser ma fille en garderie lorsque j\u2019\u00e9tudiais. Je voulais pouvoir l\u2019\u00e9duquer moi-m\u00eame. L\u2019\u00e9tat de mon grand-p\u00e8re empirait de jour en jour et un matin, alors que ma m\u00e8re avait quitt\u00e9 pour le travail, il mit le feu \u00e0 son fauteuil en y \u00e9chappant son cigare. Je dormais encore, \u00e0 ce moment-l\u00e0, et lorsque le son strident du d\u00e9tecteur de fum\u00e9e se fit entendre, je crus qu\u2019il faisait partie d\u2019un r\u00eave que je faisais. Ce sont les cris de ma fille qui me r\u00e9veill\u00e8rent pour de bon et je bondis hors du lit.<\/p>\n<p>Lorsque j\u2019ouvris la porte de ma chambre, la maison \u00e9tait totalement enfum\u00e9e. Avec ma fille dans mes bras, j\u2019allai r\u00e9veiller mon fr\u00e8re et nous sort\u00eemes de la maison. Les pompiers arriv\u00e8rent quelques minutes plus tard, mais mon fr\u00e8re avait d\u00e9j\u00e0 tir\u00e9 le fauteuil \u00e0 l\u2019ext\u00e9rieur, dans la cour arri\u00e8re. Il devenait de plus en plus clair que mon grand-p\u00e8re avait besoin d\u2019une supervision constante que nous \u00e9tions incapables de lui procurer.<\/p>\n<p>C\u2019est \u00e0 partir de ce moment que ma m\u00e8re commen\u00e7a \u00e0 penser s\u00e9rieusement \u00e0 le transf\u00e9rer dans une maison de soins pour personne \u00e2g\u00e9es. Ce qui signifiait qu\u2019elle n\u2019aurait plus besoin de mes \u00ab services \u00bb et que je devrais me trouver un autre endroit o\u00f9 aller vivre avec ma fille. Il n\u2019y avait manifestement pas de place pour ma fille et moi dans sa vie\u2026<\/p>\n<p>Sans mon grand-p\u00e8re \u00e0 surveiller constamment et mon fr\u00e8re presque toujours sorti pour aller boire, ma m\u00e8re croyait pouvoir jouir d\u2019une plus grande intimit\u00e9 avec son conjoint. Elle sentait qu\u2019elle en avait assez fait et qu\u2019il \u00e9tait temps, pour elle, de vivre sa vie comme elle l\u2019entendait.<br \/>\nJ\u2019\u00e9tais p\u00e9trifi\u00e9e. Mon mari et moi \u00e9tions toujours en instance de divorce, ce qui signifiait que je n\u2019avais pas droit \u00e0 l\u2019assistance sociale, puisque j\u2019\u00e9tais toujours consid\u00e9r\u00e9e comme sa femme. J\u2019aurais pu exiger, de la cour, une pension alimentaire, mais il n\u2019\u00e9tait aucunement dispos\u00e9 \u00e0 payer. Il me mena\u00e7a, si je r\u00e9clamais mes droits, de se battre jusqu\u2019au bout pour obtenir la garde l\u00e9gale de notre fille. Sa ma\u00eetresse \u00e9tait derri\u00e8re lui et le poussait \u00e0 me tra\u00eener devant les tribunaux. Je n\u2019avais donc aucun moyen de survie et il me fallait trouver un emploi\u2026 ce qui signifiait que j\u2019allais devoir mettre \u00e0 nouveau ma fille en garderie.<\/p>\n<p>Je me sentais terriblement seule et je ne voyais pas la lumi\u00e8re au bout du tunnel. Je me sentais comme si j\u2019\u00e9tais la seule personne saine d\u2019esprit parmi des gens d\u00e9rang\u00e9s et encore, il m\u2019arrivait de remettre en question ma propre sant\u00e9 mentale.<\/p>\n<p>Je ne me sentais nulle part \u00e0 ma place. Depuis le d\u00e9c\u00e8s de ma grand-m\u00e8re, je ne me sentais plus \u00e0 l\u2019aise dans ma propre famille, de laquelle on me rejetait petit \u00e0 petit. D\u00e9sesp\u00e9r\u00e9e, je me tournai vers Dieu, Le suppliant de m\u2019aider \u00e0 r\u00e9gler mes probl\u00e8mes.<br \/>\nUn jour, je me retrouvai seule \u00e0 la maison. Ma fille &amp;eacut<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Source: https:\/\/www.islamland.com\/deu\/articles\/iman-yusuf-ex-katholikin-usa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(teil 1 von 4) Die Konvertierung zum Islam von jedem Menschen ist immer ein Anlass zu Verwunderung und die gr\u00f6\u00dfte Gnade, die Allah denen zukommen l\u00e4\u00dft, die Er liebt. Aber in meinem Fall war es noch so viel mehr. Es war wirklich ein Wunder, alhamdulillah (aller Lobpreis geb\u00fchrt Gott). Noch bevor ich das Wort Islam &#8230; <a title=\"Iman Yusuf, Ex-Katholikin, USA\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.ask-a-muslim.com\/de\/iman-yusuf-ex-katholikin-usa\/\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Iman Yusuf, Ex-Katholikin, USA\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[191],"tags":[],"class_list":["post-8635","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-warum-wurde-ich-muslim"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","uagb_featured_image_src":{"full":false,"thumbnail":false,"medium":false,"medium_large":false,"large":false,"1536x1536":false,"2048x2048":false,"gform-image-choice-sm":false,"gform-image-choice-md":false,"gform-image-choice-lg":false},"uagb_author_info":{"display_name":"Site Admin","author_link":"https:\/\/www.ask-a-muslim.com\/de\/author\/admin2\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"(teil 1 von 4) Die Konvertierung zum Islam von jedem Menschen ist immer ein Anlass zu Verwunderung und die gr\u00f6\u00dfte Gnade, die Allah denen zukommen l\u00e4\u00dft, die Er liebt. 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